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CAZ melden 25 infizierte Personen

Corona Der anfängliche Ansturm auf die Abstrichzentren (CAZ) in Ober- ensingen und auf dem Messegelände nimmt ab.

Mittlerweile sind schon viele Proben ausgewertet.Foto. Markus Brändli
Mittlerweile sind schon viele Proben ausgewertet. Foto: Markus Brändli

Nürtingen. Nachdem die Corona-Abstrichzentren (CAZ) in Nürtingen und am Messegelände nach der Eröffnung am Montag komplett überlaufen waren, entspannte sich die Lage am Dienstag deutlich. Außerdem gab es gestern bereits die ersten Untersuchungsergebnisse aus Karlsruhe.

Bereits Stunden vor der Schließung der beiden CAZ um 19 Uhr appellierte das Landratsamt Esslingen am Montag an die Bevölkerung, nicht mehr zu den Drive-in-Stationen zu fahren. Zu riesig sei der Ansturm. Hatte man morgens noch damit gerechnet, rund 200 Abstriche insgesamt zu machen, waren es am Ende 521. Die Wartezeit betrug teilweise sogar bis zu vier Stunden.

Noch am Montagabend wurden die Proben in ein Labor nach Karlsruhe gebracht. Dienstagnachmittag gab es bereits 150 Rückmeldungen. Von den 150 Leuten seien drei positiv getestet worden, teilte das Landratsamt mit.

Bis 19 Uhr am Dienstagabend lagen 465 Ergebnisse der Tests vom Montag vor, davon wurden elf positive Proben bestätigt. Gestern Mittag um 12 Uhr waren es dann bereits 25 infizierte Personen.

Verfahren wurde optimiert

Der Ansturm auf das CAZ auf dem Festgelände in Oberensingen war am Dienstagnachmittag nicht mehr so stark wie noch einen Tag zuvor. „Es hat sich deutlich beruhigt“, so der Malteser-Bezirksleiter Marc Lippe. Bis 16.30 Uhr hatte man 150 Abstriche genommen. Auch zum CAZ auf dem Messegelände seien deutlich weniger Leute gekommen. Am gesamten Dienstag betrug die Zahl der genommenen Abstriche 362. Dabei sah es morgens noch anders aus. Wieder standen schon eine Stunde vor Öffnung des Drive-in um 10 Uhr zehn Autos in der Warteschlange.

„Wir hatten in der Spitze 30 bis 40 Autos vor dem Drive-in“, so Lippe gestern. Am Montag waren es noch bis zu 100 Wagen. „Das Wetter könnte auch eine Rolle spielen“, vermutete der Malteser-Chef. Immerhin hatte es fast den ganzen Tag über geregnet. Die Wartezeiten verkürzten sich deutlich. „Wir haben das Verfahren vereinfacht und Prozesse besser abgestimmt“, so Lippe. Gestern seien die Autos im Drei-Minuten-Takt durch die Drive-in-Station gekommen. Die CAZ hätten bereits positive Auswirkungen, gerade was die Auslastung der Praxen betrifft. „Wir haben mit Hausärzten gesprochen, die von einer spürbaren Entlastung berichteten“, so Lippe.

Derweil kam aus dem Landkreis Reutlingen die Mitteilung über die ersten sechs bestätigten Corona-Fälle, darunter auch ein 65-jähriger Mann aus Grafenberg, der Anfang März in Südtirol war. Die anderen fünf Betroffenen kommen aus Reutlingen und Engstingen. Matthäus Klemke

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