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Dank Sturm kein Feuerwerk

Zum Artikel „Märzenmarkt: Vom Winde vertrieben“ vom 5. März

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Ruhig war es dieses Jahr am letzten Abend des Märzenmarktes.

„Wie schön - endlich mal kein Donnern und Knallen!“

Keine Eichhörnchen, die vor Schreck aus ihrem Kobel fielen, keine Katze und kein Hund, die ängstlich unter den Tisch oder hinter den Ofen flüchteten. Vielleicht auch kein Kriegsflüchtling, der an das Explodieren der Granaten in Syrien oder sonst wo auf der Welt erinnert wurde, wo er um sein Leben bangen musste. Und - keine in den Augen beißende Wolke Pulverdampf, angereichert mit einer großen Menge des derzeit so verdammten Feinstaubes.

Dieses Feuerwerk zum Abschluss des Märzen- oder Gallusmarktes hat die vergangenen Jahre immer wieder zu Diskussionen eines „Für und Wider“ geführt. Selbst im Gemeinderat wurde diesbezüglich mehrmals nachgefragt. Leider war bei den Verantwortlichen kein Einsehen zu erkennen, diese Unsitte abzuschaffen. Die Frage nach der Bezahlung der höheren vierstelligen Summe - es wurde mal von 10 000 Euro gemunkelt - hat mir bis heute niemand beantwortet.

Es darf wohl nicht glaubhaft angenommen werden, dass die Stadt diese Kosten „nur“ vorschießt.

Auch ist es kaum vorstellbar, dass die Schausteller zusätzlich zu den städtischen Marktgebühren, am letzten Abend ihren hart erarbeiteten Umsatz farbenfroh und Funken sprühend in den Nachthimmel blasen.

Bleibt also die Frage offen, wer das bezahlt, oder - in welchem Haushaltsposten diese Gelder verschleiert werden?

Man kann sich nur wünschen, dass jedes Jahr am letzten Abend dieser Märkte ein Sturm über Kirchheim fegt, der das erledigt, zu dem die Verantwortlichen in der Verwaltung nicht fähig sind - nämlich - das Feuerwerk ad acta zu legen.

Albert Kahle, Kirchheim, Kreisrat der FDP und ehemaliger Stadtrat der FDP-KiBü