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Das ist keine Hilfsorganisation

Zum Artikel „In Syriens Süden in der Falle“ vom 30. Juli

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Beim letzten fundierten Vor-Ort-Bericht von Martin Gehlen aus Kairo, als er mit Bild von Eseln im Kairoer Zoo berichtete, die mittels Spraydose zu Zebras umlackiert wurden, dachte ich, es geht jetzt weiter in dieser Vor-Ort-recherchierenden Weise mit Belegen. Schon in der darauffolgenden Woche wurde ich leider eines Besseren belehrt, als Herr Gehlen über die im 1 000 Kilometer entfernten Syrien agierenden Weißhelme berichtete. In diesem Fall hat er leider nicht durchschaut, dass es sich dabei um zu Rettungskräften umlackierte Islamisten handelt.

Schon die Gründung der Weißhelme im Jahre 2013 durch den ehemaligen britischen Geheimdienst-Offizier James Le Mesurier lässt tief blicken. Finanziert wird beziehungsweise wurde diese Pseudohilfsorganisation unter anderem durch Großbritannien, Frankreich, Katar, die Türkei, die USA und Deutschland, die allesamt völkerrechtswidrig am syrischen Krieg beteiligt sind. Die schwedischen Ärzte für Menschenrechte haben bereits 2017 Videos der Weißhelme ausgewertet und gravierende Defizite in Sachen Erste Hilfe festgestellt. Sogar eine mögliche Tötung oder zumindest Schändung einer Kinderleiche mittels gefakter Adrenalinspritze ins Herz eines etwa einjährigen Jungen wurde dabei angeprangert. Wer möchte, kann alle Beweise im Internet filmisch begutachten. Vor allem die oftmals selben Kinder, die aus unterschiedlichen Gebäuden gerettet werden sind wahre Augenöffner.

Der von Gehlen erwähnte Weißhelm-Chef Raed al-Saleh (warum ist der eigentlich in der Türkei?) hat seit Jahren wegen Terrorismusverdacht Einreiseverbot in die USA. Übrigens, die Amerikaner haben ihre finanzielle Unterstützung für die Pseudohilfsorganisation seit diesem Jahr eingestellt und wären (genauso wie Israel) nie so dämlich und würden diese Leute dauerhaft in ihr Land lassen.

Stefan Kromer, Kirchheim