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Das Regieren muss besser werden

Zur Berichterstattung über die Forderung, Kitas und Schulen umgehend zu öffnen

Ich bin nun leider seit einigen Monaten Kummer gewöhnt. Der Grund? Ich bin berufstätiger Vater zweier Kinder. Nein, nicht alleinerziehend. Aber meine Frau, oh du liebe Zeit, arbeitet auch! Meine Kinder sind in der Grundschule und in der Kita, eigentlich. Im Moment ist die Grundschule ja in unserer Küche. Ja, da wo das Essen gemacht wird, außerdem wird hier noch produziert und das Kita-Kind betreut.

Wenn ich nach einem 14-Stunden-Tag, ja wir haben gerade so viel Arbeit, nach Hause komme, muss ich oft, die zu einer mittleren Sturmflut aufgepeitschten Wogen glätten. Wehe, ich betone ein Wort falsch, oder etwa gar nicht! Alles noch schön, möchte man sagen, wenigstens haben wir Platz genug . . .

Nein leider nicht! Gar nichts ist schön!

Nichts ist gut! Sogar gar nichts!

Weder meine Frau noch ich sind Lehrer oder Erzieher, sonst würden wir damit unser Geld verdienen! Tun wir nicht, weil wir etwas anderes gewählt haben. Dem können wir aber jetzt nicht oder nur sehr eingeschränkt nachkommen, weil wir ja Erzieher und Lehrer sein müssen. An sich sehr schön, nur bezahlt das keiner, heißt: Wir müssen jobben.

Tun wir aber eigentlich nicht, wir arbeiten richtig ordentlich, im Moment sogar echt viel, weil eben viel los ist, da muss man ranklotzen, schließlich ist man ja froh, dass man etwas zu tun hat in der Krise!

Und die Kinder?

Die sind Infektionsherd, Aussätzige, Menschen zweiter Wahl . . .

Sind sie nicht? Der Meinung bin ich auch, aber warum werden sie so behandelt?

Eine sofortige, uneingeschränkte Öffnung der Kitas und Schulen ist ein Muss! Ich bin der Meinung, unsere Kinder sind unsere Zukunft! So wie im Moment damit umgegangen wird, sehe ich aber ganz, ganz schwarz, oder grün? Im Moment beides indiskutabel! Im März ist Wahl . . .

Ralph Kittl, Kirchheim

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