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Der Bezirk geht auf Ursachenforschung

Fußball Die steigende Zahl an Sportgerichtsurteilen macht Bezirkschef Rainer Veit Sorgen.

Kirchheim. Die Zahlen sprechen für sich: Bis Ende Oktober hat das Sportgericht des Fußballbezirks Neckar/Fils mehr Urteile ausgesprochen als im ganzen vergangenen Jahr. Diese negative Entwicklung gibt dem Bezirksvorsitzenden Rainer Veit so sehr zu denken, dass er mit den Vereinen den Dialog sucht. Für Donnerstag, 14. Februar, hat er einen außerordentlichen Staffeltag bei der TG Kirchheim angesetzt (wir berichteten).

„Das ist kein Zustand, den ich dulden kann“, sagt Veit, „es ist zu viel vorgefallen. Darüber kann man nicht einfach so hinweggehen.“ Dabei waren nicht nur die Spieler die Bösewichte, sondern auch Zuschauer, Betreuer und Trainer. Selbst bei Jugendspielen, sogar in der D-Jugend, müssen die Sport­richter Sperrstrafen verhängen. Allerdings, so der Vorsitzende, sei das Thema Gewalt kein spezielles Problem im Bezirk Neckar/Fils, sondern ein Phänomen, das im gesamten Gebiet des Württembergischen Fußballverbandes zu beobachten ist.

Schiedsrichterei macht Sorgen

Dennoch möchte Veit das Thema bei drei Teilkreis-Staffeltagen in Esslingen, Nürtingen und Göppingen aufs Tapet bringen und mit Klubvertretern, Sportrichtern und Schiedsrichterobleuten Ursachenforschung betreiben. Dabei sollen nicht nur die steigende Anzahl an Gerichtsverfahren, sondern auch die massiven Probleme im Schiedsrichterwesen thematisiert werden. „Bei den Schiedsrichtern ist es nicht fünf vor, sondern fünf nach zwölf“, spricht Veit die massiven Probleme bei der Besetzung von Spielen durch Unparteiische an. Ziel müsse es sein, vom Aktivenbereich bis zur C-Jugend alle Spiele zu besetzen, fordert Veit.Wolfgang Karczewski

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