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Der Blick geht wieder nach oben

TSV Jesingen Nach der schlechten Vorsaison ­trauen sich die „Gersten­klopfer“ einen Platz im oberen Mittelfeld zu.

Kirchheim. Wenn es in der bevorstehenden Bezirksliga-Saison auch nur annähernd so gut läuft wie in der Vorbereitung, dann darf sich der TSV Jesingen auf eine erfolgreiche Spielzeit gefasst machen. Die vielversprechende Bilanz aus den vergangenen Wochen: sechs Spiele, sechs Siege und ein Torverhältnis von 20:10 - das Blitzturnier in Wendlingen am vergangenen Wochenende nicht mitgerechnet. „Wir waren von Anfang an extrem fokussiert und sind von unseren Stärken überzeugt. Es kann endlich losgehen“, freut sich Thomas Reinöhl, Sportlicher Leiter der „Gerstenklopfer“.

Im bis dato einzigen Pflichtspiel im Bezirkspokal allerdings mussten die Jesinger eine Niederlage hinnehmen. Gegen den FV Faurndau unterlag das Team von Trainer Dieter Hiller nach einem 2:2 im Elfmeterschießen. Besonders bitter: Alle Jesinger Schützen scheiterten vom Punkt. Auf eine mögliche Revanche muss das Team aus den Lehenäckern aber nicht lange warten, denn bereits dieses Wochenende geht es gegen eben jene Faurndauer am ersten Spieltag der Bezirksliga. Dass die Jesinger den Auftakt diesmal erfolgreicher gestalten als im vergangenen Jahr, davon ist Reinöhl fest überzeugt: „Die Vorjahressaison ist kein Maßstab für uns. Wir sind heiß und wollen gleich zu Beginn so viele Punkte wie möglich einfahren.“ Zur Erinnerung: Zum Zeitpunkt des Abbruchs lag der TSV mit einem Zähler aus sieben Spielen auf dem letzten Platz.

Aber auch personell haben die Jesinger einiges dafür getan, dass die vergangene Spielzeit lediglich ein Ausrutscher ohne Folgen bleibt. Mit Oliver Horak (VfL Kirchheim), Marco Habram (SV Allensbach), Valerian Lekaj (TSV Denkendorf), Arber Gacaferi (VfB Oberesslingen/Zell), Alfonso Imperiale (FV Plochingen) und Kole Lekaj (Calcio Leinfelden-Echterdingen) stehen gleich sechs Neuzugänge auf der Habenseite - der Großteil davon auch mit Anspruch auf einen Stammplatz. „Der Kader wurde punktuell ergänzt, um eine gute Mischung und Balance im Team zu erreichen. Wir hoffen, dass alle Rädchen ineinandergreifen und eine nachhaltige Entwicklung stattfindet, denn jeder einzelne Spieler leistet seinen Beitrag zum Mannschaftserfolg“, betont Reinöhl.

Dazu gehört nicht zuletzt auch Chefcoach Dieter Hiller, dem Reinöhl eine „wahnsinnig leidenschaftliche und positive Art“ attes- tiert. Und weil Trainer und Team so gut miteinander harmonieren, gerät oft in Vergessenheit, dass der 62-Jährige trotz nun schon zehnmonatiger Amtszeit gegen Faurndau sein Liga-Debüt mit dem TSVJ feiert. Wo die Reise hingehen wird, bleibt abzuwarten. Reinöhl jedenfalls spekuliert bereits auf einen einstelligen Tabellenplatz: „Wenn alles super läuft, können wir in der oberen Tabellenhälfte landen. Dazu brauchen wir aber unbedingt einen guten Auftakt.“ Max Pradler

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