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Der DJ möchte ein Benefizkonzert veranstalten

Reggae Daddy kann sich nur vorstellen, wie schwierig und gefährlich es für Menschen auf der Flucht ist, den Weg in ein sicheres Land in Europa zu finden. Doch die Bilder ertrunkener Flüchtlinge gehen ihm nicht aus dem Kopf. Deshalb unterstützt er so gut es in seiner Situation geht, die Flüchtlingsrettungsgesellschaft Sea-Eye, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, auf hoher See Menschen aus tödlicher Gefahr zu retten. Auf seinem Fahrradanhänger hat er ein Schild montiert, mit dem er dafür wirbt. „Wenn ich in der Esslinger Fußgängerzone unterwegs bin, werde ich immer wieder von Leuten angesprochen, denen ich dann erklären kann, was Sea-Eye Gutes tut.“ Am liebsten würde Reggae Daddy selbst mal auf einem der beiden Schiffe mitfahren, die unter der Flagge der Hilfsorganisation Flüchtlinge im Mittelmeer aus Seenot retten. Doch angesichts der aktuellen Risiken vor der Küste Libyens musste die Organisation ihre Einsätze vorerst aussetzen.

Für Sea-Eye will Reggae Daddy umso mehr kämpfen: „Ich möchte ein Benefizkonzert in Esslingen auf die Beine stellen. Dazu brauche ich möglichst viele Musiker und Unterstützer.“ Dass solche Aktionen sehr erfolgreich sein können, hat er bewiesen: Im Januar hat er in Stuttgart eine Veranstaltung organisiert. Am Ende gingen 7 000 Euro an Sea-Eye. „Wenn ich armer Kerl so viele Spenden mobilisieren kann - was könnten dann erst all die wohlhabenden Menschen, die es gibt, mit ihren Möglichkeiten erreichen?“ All denen gibt der 56-Jährige zu bedenken. „Das Herz muss immer auf Sendung sein.“ am


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