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Der Frust bei Verbänden und Vereinen ist groß

Tennis In Baden-Württemberg sollen nur zwei Spieler gleichzeitig in eine Halle – unabhängig davon, wie groß sie ist.

Region. Als Individualsportler zählen die Tennisspieler eigentlich zu den Privilegierten in diesem Land. Dass aber auch die Damen und Herren in Weiß in Zeiten der Pandemie mit ihren ureigenen Problemen zu kämpfen haben, überrascht kaum. Im alltäglichen Wirrwarr von uneindeutigen Verordnungs-Formulierungen ringen die Tennisverbände in Baden-Württemberg mit politischen Vorgaben, die bei den Betroffenen auf wenig Verständnis stoßen. So forderten der Badische Tennisverband und der Württembergische Tennis-Bund (WTB) vergangene Woche die Landesregierung zu einer Stellungnahme auf.

Beide Verbände kritisieren die Regelung scharf, wonach maximal zwei Personen pro Tennishalle spielen dürfen - egal wie viele Felder in einer Halle sind. Was für zusätzlichen Ärger sorgt: Kommunale Ordnungsämter setzen diese Regelung unterschiedlich um. „Diese unterschiedlichen Handhabungen können nicht im Sinne der Politik sein. Daher plädieren wir eindringlich dafür, zwei Personen pro Platz zuzulassen und diese Regelung einheitlich umzusetzen“, erklärten die Präsidenten der beiden Landesverbände.

Am Montag vergangener Woche bekräftigte die Landesregierung per Klarstellung die Zwei-Spieler-Regelung. Der WTB forderte eine Stellungnahme und bekam laut Präsidium schließlich ein „unbefriedigendes“ Antwortschreiben. „Dieses lässt jegliche Aussagekraft auf die von den Verbänden erläuterten Argumente vermissen und bestätigt lediglich, dass zwei Personen je Tennishalle spielen dürfen“, schreibt der Verband. Der Frust ist groß. „Deshalb fordert der WTB die Landesregierung erneut zu einer auf die bekannten Argumenten eingehenden Stellungnahme auf und plädiert weiterhin für die Lockerung der Corona-Maßnahmen im Tennissport“, hieß es von Seiten des Präsidiums vergangene Woche. als

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