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Der Hammer fliegt nicht weit genug

Leichtathletik Bei der U20-EM in Tallinn verpasst Medaillenanwärterin Aileen Kuhn aus Wend­lingen den Endkampf.

Tallinn. Für Aileen Kuhn aus Wendlingen ist das Hammerwurf-Finale bei den U20-Europameisterschaften im estnischen Tallinn mit einer Enttäuschung zu Ende gegangen. Ausgerechnet beim Saisonhöhepunkt spielten die Nerven nicht mit. Mit 57,04 Metern verkaufte sich die 18-Jährige, die für das LAZ Ludwigsburg startet, unter Wert - alle ihre Würfe in diesem Jahr hatten über der 60 Meter-Marke gelegen. Mit 64,06 Metern hatte Kuhn erst Ende Juni einen neuen U20-Landesrekord aufgestellt. In Tallinn hätten 80 Zentimeter weniger gereicht, um eine Medaille zu gewinnen.

Bereits in der Qualifikation war der Druck für die Deutsche U23-Vizemeisterin nach zwei Fehlversuchen immens groß. Doch Kuhn kämpfte sich im entscheidenden dritten Durchgang mit 61,20 Metern auf den zweiten Platz ihrer Quali-Gruppe und zog mit der fünftbesten Weite des Tages souverän ins Finale der besten zwölf Werferinnen ein.

Den Finalwettkampf begann Kuhn mit 57,04 Metern, ließ im zweiten Durchgang 57,01 Meter folgen und produzierte im dritten Versuch einen Fehlwurf. Damit konnte sie sich nach ihren ersten drei Würfen nicht unter den Top Acht platzieren und schied aus. Für drei weitere Finaldurchgänge hätte Kuhn den vier Kilo schweren Hammer auf 59,45 Meter schleudern müssen. „Es war technisch nicht gut von mir, so kann man keine Medaille gewinnen“, bilanzierte Kuhn in kurzen Worten das Szenario.

Die Medaillen gingen an Silja Kosonen (Finnland), die als einzige die 70-Meter-Marke durchbrach (71,06). Zweite wurde Rose Loga (Frankreich) mit 67,70 Metern, Dritte Maryola Bukel (Belarus) mit 63,25 Metern.mm

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