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Der Hund lockert alles auf

Warum gehen Sie an Schulen?

Ewald Löw: Wir haben gemerkt, Kinder gehen unvoreingenommen mit uns um und verbreiten, was sie von uns erfahren. Ein Mädchen aus einer Förderschule hat seiner Mutter nach einem Besuch von mir erzählt, da sei so ein Halbblinder in der Schule gewesen. Das ist doch super. Man sieht, da bleibt was hängen. Schön ist auch, wenn man nach so einem Besuch von den Schülern gegrüßt wird.

Wie erleben Sie den Umgang mit Erwachsenen?

Löw: Erwachsene können oft die Hemmschwelle nicht überwinden, mit uns in Kontakt zu treten. Deshalb müssen wir als behinderte Menschen rausgehen und zeigen, mit uns kann man ganz normal umgehen.

Auf den Hund springen die Kinder besonders an. Ist das immer so?

Ja, der lockert alles auf. Egal, ob wir zu jüngeren Schülern gehen oder zu älteren. Wir arbeiten regelmäßig auch mit jungen Erwachsenen, die gerade einen Bundesfreiwilligendienst absolvieren. Sie freuen sich alle, wenn sie den Hund streicheln können. Wenn die Teilnehmer lachen und strahlen, haben wir alles erreicht, was wir erreichen können.

Wie sieht die Finanzierung aus?

Ich gucke derzeit, dass wir an Fördergelder kommen, weil wir den Besuch an Schulen intensivieren möchten. Jedes Kind bekommt einen persönlichen Ordner mit. Das kostet natürlich Geld, ist aber sicher eine schöne Erinnerung.

Anke Kirsammer

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