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Der Irrweg muss ein Ende haben

Zur Berichterstattung über das Klima und die Verkehrspolitik

Die Klimakonferenz endet enttäuschend. Der Klimagipfel ist beschämend. Laufend gibt immer wieder ein Hersteller stolz bekannt, sein neuestes Modell ist wieder einige Zentimeter breiter und höher und hat noch mehr Leistung. So können die nicht energieeffizienter werden, egal welcher Antrieb! Wir erkennen: Hilfe von der Automobilindustrie zu erwarten, wäre naiv. Klar ist und bleibt aber, wer bestellt, bestimmt.

Was könnte sofort geschehen?

Wir Konsumenten müssen anfangen, selber zu denken, was wir da tun. Den Trend zu immer größeren Autos müssen wir umkehren. Klein und sparsam muss sexy werden. Kraftstofferstattung in der Dienstwagenregelung ist nicht mehr vermittelbar. Wir müssen alternative Verkehrskonzepte denken lernen. Den ÖPNV müssen wir ausbauen, vorrangig fördern und fordern. Die Kreativität unserer Ingenieure dürfen wir nicht länger für PS und Prestige verpulvern, sondern um saubere, ehrliche Autos zu bauen. Wir sollten keine Technologie verteufeln, ohne eine wirkliche Alternative zu haben. Geschwindigkeitsbegrenzung darf nicht mit Denkverboten belegt werden. Wir sind das letzte Land in Europa, warum?

Strategien und Maßnahmen, dass Mobilität auch langfristig und verantwortlich möglich ist, würde ich von einem Verkehrsminister erwarten. Vier Fehlbesetzungen in Folge sind genug. Was muss denn noch geschehen, dass dieser Irrweg ein Ende hat und die Vernunft eine Chance bekommt?

Rolf Endermann, Kirchheim

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