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Der König des Fürstentums

Mountainbike Der Reuderner Luca Schwarzbauer gewinnt den Endlauf um den „Swiss Bike Cup“ in Liechtenstein. Am Wochenende geht’s zur Marathon-DM. Von Armin Küstenbrück

Geschafft: Luca SChwarzbauer bejubelt seinen Sieg in Schaan. Foto: Armin Küstenbrück
Geschafft: Luca SChwarzbauer bejubelt seinen Sieg in Schaan. Foto: Armin Küstenbrück

Mountainbiker Luca Schwarzbauer vom MTB Teck reitet weiter auf der Erfolgswelle: Nach seinem zehnten Platz beim Weltcup in der Lenzerheide und seinem sechsten Platz beim Weltcup in Snowshoe (USA) konnte der 24-jährige Reuderner den Finallauf des „Swiss Bike Cups“ in Schaan im Fürstentum Liechtenstein gewinnen. Dabei ließ er unter anderem den Cup-Führenden Andri Frischknecht und die amtierenden Europameister der Elite (Lars Forster) und der U23 (Joel Roth, alle Schweiz) hinter sich.

Bereits in der ersten Runde hatte Schwarzbauer sich gemeinsam mit dem Lokalmatadoren Thomas Litscher deutlich vom Rest des Feldes absetzen können, ehe er auch noch mit einem beherzten Antritt Litscher distanzieren konnte. Es folgte bei einem heftigen Fönsturm im Rheintal eine Solofahrt über die abwechslungsreiche, wenngleich technisch nicht sonderlich schwierige 4,3 Kilometer lange Strecke.

Dabei hatte sich Schwarzbauer zunächst gar nicht so viel ausgerechnet, hatte er doch die Woche über schon vorzeitig den Saisonausklang in einem Stuttgarter Club gefeiert. „Das war unprofessionell“, räumte er lachend nach dem Zieleinlauf ein. Schließlich steht für den Cross-Country-Spezialisten am kommenden Wochenende in Singen (Hohentwiel) noch die Deutsche Marathon-Meisterschaft auf dem Programm, ehe er dann tatsächlich in die wohlverdiente Saisonpause wechseln darf.

Im Hegau muss er sich nicht nur gegen den Titelverteidiger David List vom eigenen Lexware-Team behaupten, sondern auch gegen den neuen Weltmeister: Andreas Seewald aus Lenggries krönte sich am vergangenen Samstag auf Elba zum ersten deutschen Marathon-Weltmeister. „Ich habe derzeit sicherlich eine ausgezeichnete Cross-Country-Form“, bilanzierte Schwarzbauer nach dem Rennen in Schaan: „Ob das aber auch für einen Marathon über 95 Kilometer reichen wird, weiß ich nicht.“

Föhnwind macht Probleme

In Liechtenstein musste er sich nicht nur der starken internationalen Konkurrenz erwehren, die er aber sicher im Griff hatte, sondern auch dem besagten heftigen Fönwind trotzen. Diese Wetterkapriole zwang viele Fahrer sogar dazu, die oft langsameren B-Linien zu nehmen, anstatt die schnelleren, aber dafür windanfälligen Sprünge. „Es war aber nicht grundsätzlich gefährlich“, meinte Luca Schwarzbauer, der selbst alle Schanzen im Sprung genommen hatte und das Event lobte: „Es war eine Strecke, die wirklich schön war. Für eine Weltcup-Strecke würden ihr aber die herausfordernden Technikpassagen fehlen.“

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