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Der Landkreis ist stolz auf seine Vielfalt

Urlaubsmesse Auf der CMT präsentieren sich auch die Gemeinden und Verbände des Landkreises. Die AlbCard wird als „Meilenstein“ vorgestellt. Von Andreas Warausch

Warben am Stand des Landkreises für viele Attraktionen und Serviceangebote: Kreistourismusförderin Stefanie Bläsing, Freilichtmu
Warben am Stand des Landkreises für viele Attraktionen und Serviceangebote: Kreistourismusförderin Stefanie Bläsing, Freilichtmuseumschefin Steffi Cornelius und Projektmanagerin Larissa Mack. Foto: Andreas Warausch

Die CMT ist immer ein Hype“, sagt Peter Keck. Unter der Führung des Landkreis-Pressesprechers sind auf der Urlaubsmesse CMT Angebote von Gemeinden und Verbänden vorgestellt worden. Nicht nur touristisch sei die Messe für die Kreis-Verantwortlichen von großer Bedeutung, sagt Peter Keck. Sie sei immer wieder auch eine gute Gelegenheit, die Position des Standorts Kreis Esslingen zu überprüfen.

Ein Plus von 500 Hotelbetten

Dabei helfen natürlich auch die Zahlen - vor allem, wenn sie eine so eindeutige Sprache sprechen. Bis November habe man die Zahlen des Jahres 2019 mittlerweile erhoben. Und siehe da: Der Kreis Esslingen verzeichnet mit 43,7 Prozent eine überdurchschnittliche Auslastungsquote im Beherbungsgewerbe. Zum Vergleich: Der Landesschnitt liegt bei 36,4 Prozent. 9148 Hotelbetten werden im Kreis mittlerweile angeboten. Das sind 500 mehr als im Vorjahr. Damit sei man der stärkste Landkreis der Region Stuttgart, gemessen an den Kapazitäten der Beherbungsbetriebe.

Dennoch sei man bislang mit dem Jahr 2019 noch nicht ganz zufrieden, denn bis November verbuchte man 1,5 Millionen Übernachtungen und liegt damit etwas unter dem Ergebnis des Vorjahrs. Keck zählt aber auf den traditionell starken Jahresendspurt, sodass man das sehr gute Vorjahresergebnis noch erreichen könne.

Die Attraktivität sieht Keck in der Vielfalt begründet. Ob mit dem Fahrrad oder mit den Wanderstiefeln - man finde stets etwas im Kreis. Nur für die Anreise mit den Langlaufskiern warte man diesen Winter noch auf den Schnee. Dass Keck recht hat, beweist der Rundgang im Gefolge von Kreiswirtschaftsförderer Markus Grupp, der die Truppe mit seinem gelben Fächer durch das Besucherchaos in der Halle 6 führt, wo sich der Landkreis zusammen mit seinen Partnern präsentiert.

Da ist zum Beispiel der Verband Schwäbische Alb Tourismus. Der wird im April die „AlbCard“ präsentieren. Mit einer Anschubfinanzierung hat man geholfen, diese Neuerung auf den Weg zu bringen, so Keck. Für die Gäste der 110 teilnehmenden Gastgeberbetriebe ist die geschenkte Karte der Schlüssel zum freien Eintritt zu 85 Attraktionen, erklärt Alb-Themenmanagerin Birgit Karl. Mit dabei sind auch in Beuren die Panoramatherme und das Freilichtmuseum sowie die Sammlung Domnick auf der Oberensinger Höhe. Die Karte bietet dem Gast aber auch ab der ersten Übernachtung die Möglichkeit, den öffentlichen Personennahverkehr gratis zu nutzen. Für Birgit Karl ist dieser Zusammenschluss von acht Verkehrsverbünden ein Meilenstein. Schließlich könne man pro Jahr 75 Millionen Tagesgäste verzeichnen, nur ein Bruchteil davon aber übernachte auf der Alb. Durch die Angebote der schon bei der Reservierung digital aufs Handy zustellbaren AlbCard erhoffe man sich einen Zuwachs bei den Übernachtungen.

Beim Rundgang stattet man auch dem Biosphärengebiet Schwäbische Alb eine Stippvisite ab. Es präsentiert sich mit fünf anderen Großschutzgebieten des Landes. Hier setze man auf nachhaltige Freizeitplanung, erklärte Roland Heidelberg vom Biosphärengebiet. Beim Geopark Schwäbische Alb wiederum sieht man sich in einem illustren Kreis mit 170 Landschaften mit einem besonderen geologischen und archäologischen Erbe.

Frelichtmuseum setzt Akzente

Am Stand des Landkreises präsentiert Kreis-Tourismusförderin Stefanie Bläsing neu aufgelegte Rad- und Wanderbroschüren. Eine davon sind die „Hochgehberge“. In dieser Broschüre werden 21 Premiumwanderwege in den kooperierenden Landkreisen Esslingen und Reutlingen in und um das Biosphärengebiet Alb vorgestellt - in Zusammenarbeit mit dem Land, der Tourismusgemeinschaft Mythos Schwäbische Alb und 19 Kommunen. Frisch gebackene Projektmanagerin ist Larissa Mack, die vom Uracher Tourismusamt kam.

Am Kreisstand hat Stefanie Bläsing mit ihrem Team weitere Infobroschüren vorbereitet, zum Beispiel zum Thema Direktvermarkter. Betrieben wird der Stand zusammen mit dem Beurener Freilichtmuseum. Dessen Leiterin Steffi Cornelius berichtet, dass das Museum in diesem Jahr seinen 25. Geburtstag feiere. Zwei Schwerpunkte setze man ab dem Saisonstart am 29. März dafür: Und zwar die Bereiche „Genuss und Wissen“ sowie „Häuser und Menschen“.

Am Ende des Rundgangs, mit einem Gläschen Neuffener Winzerkunst in der Hand, sagt Peter Keck nicht ohne Stolz, dass die Berichte die Vielfalt und das große Engagement im Kreis zeigten. An den einzelnen Ständen der Kreispartner und -gemeinden auf der CMT können sich die Messegäste noch bis Sonntag, 19. Januar, ein Bild davon machen.

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