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Der Mann für alle Fälle macht den Deckel drauf

Fußball-Bezirksliga Die SGEH bejubelt einen 3:1-Sieg beim TV Neidlingen und klettert auf den fünften Platz.

Neidlingen. Ein guter Tag für die SGEH. Dank des 3:1-Sieges hat es das Hardtwald-Team auf Platz fünf geschafft. Der VfL Kirchheim holte derweil gegen Faurndau die drei Punkte, macht das Match allerdings zur Nervenprobe. In Weilheim, Jesingen und Neidlingen herrscht gedämpfte Stimmung.

Florian Lenuzza: Der Mann für alle Fälle bei der Sportgemeinschaft Erkenbrechtsweiler/Hochwang. Dauerhaft gibt er den Pressesprecher, ab und an hilft der SG-Akteur als Torwart aus (wie beim verlorenen Bezirkspokalfinale gegen den FC Esslingen), manchmal sorgt er als Torschütze für klare Verhältnisse - wie gestern in Neidlingen. Als das Match im Kirschtal auf der Kippe stand, stand Lenuzza goldrichtig. Sein erstes Saisontor bedeutete das 3:1. Der Ball fiel nach einer Kopfballverlängerung von Hakan Demir direkt vor seine Füße. „Dann habe ich Vollspann aus acht Metern draufgehalten“, schilderte er die spielentscheidende Situation. Er helfe gerne, wenn er gebraucht werde, kommentierte Lenuzza schelmisch seine Bandbreite an Aktivitäten im Verein. Für die SGEH bedeute der Auswärtssieg gleich mehrfach Positives. Zum einen bleibt das Hardtwald-Team weiter ungeschlagen, des Weiteren kletterte es auf Tabellenplatz fünf, zum dritten holte es sich Selbstvertrauen für den kommenden Hit gegen den Spitzenreiter FC Eislingen. Für den TV Neidlingen bedeutet die erste Heimniederlage dagegen einen erheblichen Dämpfer und den Fall auf Tabellenplatz zehn.

Bittere Schlussphase für Weilheim

Weilheims Trainer Oliver Klingler war gestern Abend nach dem 2:2 gegen den FC Donzdorf bedient. „Nein, das Ergebnis ist kein Schritt nach vorne“, sagte der Coach. Dass der Trainer verschnupft war, hatte maßgeblich mit der Schlussphase zu tun. Die Weilheimer hatten bei einer 2:0-Führung dem Donzdorfer Druck lange standgehalten, am Ende kassierten sie aber noch zwei Gegentreffer. Dabei begann die Begegnung ganz im Sinne der Gastgeber. Wie du mir, so ich dir, lautete zunächst das Motto: Amil Seferovic und Julian Hagenacker münzten es auf ihre ganz besondere Weise um. Zunächst bereitete Hagenacker das 1:0 für seinen Teamkumpel per Traumflanke vor, nach der Pause betätigte sich Seferovic als exzellenter Vorbereiter für Hagenacker.

Kuchen sorgt für saure Mienen

Dem TSV Jesingen um Trainer Dieter Hiller wurde der Punkteappetit in Kuchen schnell verdorben. Zwei frühe Treffer halfen den Gastgebern auf die Sprünge. „Schlafmützigkeit“, sah Jesingens Sportlicher Leiter Stefan Haußmann in der Anfangsphase, in Folge hätte sein Team jedoch eine offene Partie abgeliefert.

Weitere Negativerlebnisse in diesem Match waren die Verletzung von Valerian Lekaj, der mit einer Kopfwunde in ein Krankenhaus gefahren werden musste, sowie die Gelb-Rote Karte für Davor Messerschmidt. Der Jesinger „Zehner“ hatte einen Freistoß nach Meinung des Unparteiischen zu früh ausgeführt. „Überzogen“, nannte selbst Kuchens Sprecher Andreas Braunmiller den Platzverweis, für Jesingens Stefan Haußmann war die Entscheidung „ein Witz“. Messerschmidt wird den „Gertenklopfern“ folglich am Freitag in der Partie gegen den TV Neidlingen fehlen.

Zurück auf der Überholspur

Die Kirchheimer haben gewählt: Aus dem Angebot von null, einem oder drei Punkten entschieden sie sich gestern für Letzteres. Gegen Faurndau ging es zurück auf die Erfolgsspur, allerdings in einer nervenaufreibenden Variante. 5:1 führte der VfL bereits, als die Faurndauer regelrecht erwachten. Als in der 89. Minute das 4:5 fiel, herrschte Hektik unter den Kirchheimern. „Mein Herz hat sich mittlerweile wieder beruhigt“, war VfL-Abteilungsleiter Marc Butenuth kurz nach Spielende bereits wieder humorvoll unterwegs. Der Bruch ins VfL-Spiel kam nach diversen Wechseln Mitte der zweiten Halbzeit. „Trotzdem hat die Einstellung des Teams über weite Strecken gestimmt“, lobte Butenuth. Zudem habe der Erfolg nach zwei Niederlagen in Serie große Wichtigkeit. „Die Zuschauerinnen und Zuschauer haben auf jeden Fall ein Spektakel gesehen“, lautete das Fazit des Funktionärs, auch im Hinblick auf das Spiel des B-Ligisten VfL II zuvor. Gegen den AC Catania fielen die Tore ebenso wie reife Früchte. Endstand 5:5. „Wer beide Partien angeschaut hat, bekam für sieben Euro 19 Tore geboten“, kommentierte Butenuth launig das gestrige Torfestival an der Jesinger Allee. Der Sieg in der Bezirksliga sorgte für die Eroberung von Tabellenplatz drei, auch weil der JC Donzdorf gestern spielfrei war.Reimund Elbe

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