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Der Wolf zerstört die Artenvielfalt

Zum Artikel „Zaun und Zotteltier“ vom 22. September

Um Wölfe von Nutztieren abzuhalten, werden Zäune und Herdenschutzhunde nichts nützen! Wir brauchen wolfsfreie Gebiete. Erst Mitte September haben Wölfe im Landkreis Vechta einen über zwei Meter hohen Zaun mit Untergrabschutz überwunden und Mufflons getötet. Bei Mutterkuhherden sind Herdenschutzhunde nicht einsetzbar, weil diese von den Kühen in der Herde nicht geduldet werden. Die Wolfsbefürworter mit dem NABU müssen endlich registrieren, dass der Wolf kein Gras frisst, aber grasfressende Tiere. Deutschlandweit sind es bereits 3 500 Nutztiere, welche von Wölfen gerissen wurden. Die ganzen empfohlenen Schutzmaßnahmen sind wertlos und eine weitere Untersuchung und deren Förderung hinausgeworfenes Geld. Wenn der Wolf kommt, wird er hier einen beispiellosen Artenschwund in Gang setzen, weil die zahlreichen Weidetierhalter ihre Beweidung nicht mehr aufrechterhalten können und einstellen werden.

Unsere Kulturlandschaft mit dem artenreichen offenen Grünland in den Hanglagen, welche in 150 Jahren ohne den Wolf, aber durch die Weidewirtschaft entstanden ist, wird es dann so nicht mehr geben. Wissenschaftlich ist nachgewiesen, dass auf Weiden die größte Artenvielfalt besteht. Zahlreichen Vogelarten (Bodenbrüter, Insektenfresser) würde der Lebensraum entzogen, wenn es keine Beweidung mehr gäbe und die Weiden „verbuschen“ und zu Wald werden würden. Würde die Landschaft mit dem Mulchgerät offen gehalten, kostet das nicht nur viel Geld, sondern auch unzähligen Tieren das Leben. Dann würden Frösche, Kröten, Blindschleichen und Heuschrecken und seltene Pflanzenarten von den Mulchern geschreddert. Wegen einer Art, dem Wolf, der in Europa in keiner Weise gefährdet ist, werden von den Pseudo-Naturschützern zahlreiche andere Arten geopfert.

Viele Weidetierhalter pflichten dem bayrischen Landwirtschaftsminister Brunner bei und fordern in Baden-Württemberg auch wolfsfreie Gebiete.

Karl Ederle, Bissingen

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