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Dettinger Modell könnte Schule machen

Das Pop-Up-Impfzentrum in Dettingen ist ein Pilotprojekt, das vom Klinikum Stuttgart im Auftrag des Sozialministeriums evaluiert wird. Tatsächlich könnte es Schule machen. Der baden-württembergische Sozialminister Manne Lucha kann sich ähnliche Aktionen auch in vielen anderen Gebieten vorstellen: „Solche vorbildhaften lokalen Impfaktionen bringen den Impfstoff in die Fläche zu den älteren, mit höchster Priorität impfberechtigten und oft in ihrer Mobilität sehr eingeschränkten Menschen“, so Manne Lucha.

Sieben Impfteams mit rund 30 Personen waren an den beiden Tagen in der Schlossberghalle vor Ort. Zu ihnen gehören insbesondere Ärzte, Rettungssanitäter, Pflegepersonal, MTAs und weitere Helfer. Möglich wurde der Einsatz in Dettingen, weil die Mobilen Impfteams etwas „Luft“ zwischen dem Verabreichen von ersten und zweiten Impfdosen in Alten- und Pflegeheimen hatten. In den vergangenen Monaten haben die Teams rund 20 000 Impfungen vorgenommen.

Transportiert worden zum Einsatzort in Dettingen ist der Impfstoff in speziellen Kühlboxen. Zum Einsatz kommt in der Altersgruppe ausschließlich mRNA-Impfstoff von Biontech/Pfizer oder Moderna. „Zubereitet wird der Impfstoff quasi auf Sicht“, erläutert der Pressesprecher des Klinikums Stuttgart, Stefan Möbius. „Das heißt, durch nicht wahrgenommene Termine entstehen keine übrigen Dosen.“ Entgegen so mancher Gerüchte wird auch kein Impfstoff weggeworfen. „Einzelne Dosen können wir ans Impfzentrum rücktransportieren und dort verwenden“, so Möbius. Außerdem hält das Team immer eine „Reserveliste“ mit Impfberechtigten bereit.bil

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