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Deutliche Übersterblichkeit

Zum Leserbrief „Normale Sterblichkeit“ vom 9. Februar

Bereits zum zweiten Mal versucht Herr Dangel, sehr ausführlich und mit einer Menge von Zahlen, die Anzahl der an und mit Corona Verstorbenen zu verharmlosen. Eine Übersterblichkeit wird mit der gestiegenen Anzahl der über 80-Jährigen begründet. Übersterblichkeit basiert jedoch auf einer sogenannten Basismortalität, das heißt, die Zahl der „normalerweise“ in einem Jahr Verstorbenen. Diese Basismortalität wird immer angepasst und berücksichtigt bereits Änderungen in der Altersstruktur.

Im Vergleich zu der Basismortalität für 2020 ist die Übersterblichkeit zumindest am Jahresende sehr deutlich sichtbar; in manchen Bundesländern liegt sie bis 70 Prozent höher. Europaweit gibt es laut Eurostat eine starke Übersterblichkeit im Frühjahr und am Jahresende 2020. (Zitat Herr Dangel: „Wir haben keine Pandemie . . .“)

Vor allem ist zu beachten: Die Zahlen sind immer im Kontext der Corona-Maßnahmen zu sehen. Ohne diese Maßnahmen wären sie noch um ein Vielfaches höher. Nicht zu unterschätzen sind außerdem die immer mehr bekannt werdenden Langzeitschäden.

Frank Nowatzki, Kirchheim

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