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Dezimierte Dettinger düpieren die TG

Fußball-Kreisliga A2 Die Sportfreunde siegen 7:1 an der Jesinger Allee. Der TSV Weilheim II geht leer aus, Nabern holt immerhin einen Punkt. Von Reimund Elbe

TG-Kapitän Isa Can Aksan musste sich sputen, der Dettinger Simone Stuppia war ihm dicht auf den Fersen. Am Ende stand für die TG
TG-Kapitän Isa Can Aksan musste sich sputen, der Dettinger Simone Stuppia war ihm dicht auf den Fersen. Am Ende stand für die TG Kirchheim eine 1:7-Niederlage und ein gebrauchter Tag zu Buche.

Dass die SF Dettingen in dieser Saison von einer Glückssträhne begleitet werden, lässt sich wahrlich nicht behaupten. Vor der Kreisliga-A-Partie bei der TG Kirchheim wurde es richtig bitter: Die Achillessehnenriss-Diagnose für Abwehrstabilisator und Routinier Maximilian Freiberger sowie die Blessuren von Rico Frick, Dennis Dreiseitel und Robin Spranz kratzten am Optimismus vor dem Auftritt an der Jesinger Allee. Zudem hatte die Turngemeinde mit der Trainerrochade - Tiago Santos-Araujo kam für Mehmet Akkoyuncu - einen Impuls gesetzt.

Doch die dezimierten Dettinger lieferten eine eindrucksvolle Vorstellung ab. „Das 1:0 war der Türöffner“, so SFD-Spielertrainer Nebih Kadrijah. Der kickende Coach reihte sich später noch selbst in die Torschützenliste ein. Das Team habe die Ausfälle gut weggesteckt, im Laufe der Partie klar dominiert. „Besonders freut mich, dass wir im Kollektiv funktioniert haben“, sagte Kadrijah, meinte damit auch die Art und Weise, den besser postierten Mitspieler zu suchen.

Bei der Turngemeinde lief es gar nicht rund gestern. Fünf Spieler fielen kurzfristig aus, nach elf Minuten traf es zudem den neuen „Co“ Tiago Santos-Araujo. Vermutlich einen Muskelfaserriss in der Wade habe dieser erlitten, berichtete TG-Abteilungsleiter Okan Elmas geknickt. Er rechne im schlimmsten Fall mit einer zweimonatigen Pause. „Irgendwie ein schwarzer Tag“, fasste Elmas seine Eindrücke nach dem 1:7 zusammen.

Weilheimer beginnen gut

Es war abzusehen, dass es für den TSV Weilheim II gegen den Titelmitfavoriten TSV Harthausen schwierig werden würde. Doch zumindest in der ersten Phase der Partie gestaltete sich das Match anders als vermutet. „Die Weilheimer waren zu Beginn stark, haben Druck gemacht und Chancen herausgespielt“, lobte Harthausens Spielleiter und Coach Daniel Schlüter den Kontrahenten. Doch Akteure wie Nikola Lovric (28) machten letztendlich den Unterschied. „Niko kann sehr flexibel eingesetzt werden“, weiß Schlüter über den zweifachen, umtriebigen Torschützen. Auch Srdan Savic traf gestern doppelt.

Nach der Partie begab sich der Harthausener Tross in zwei Kleinbussen zurück auf die Fildern. Im Neuhausener Gasthaus Post, geführt von einem der Kicker, ließen sie den erfolgreichen Tag gemütlich ausklingen. Weilheims Trainer Robert Walter wirkte etwas geknickt. „Besonders das erste Tor gegen uns war unglücklich“, rekapitulierte der Coach, der zusammen mit Robert Bressmer das Team führt. Nach einer Hereingabe flutschte der Ball förmlich durch die Reihen, am langen Pfosten sagte Srdan Savic danke. „Wir müssen uns nun an der guten ersten Halbzeit aufrichten, bevor es dann am Sonntag nach Dettingen geht“, hofft Walter.

Naberner Nullnummer

Für den SV Nabern ging gestern Nachmittag eine Englische Woche zu Ende. Eine, in der das Team von Marco Kunze und Marcel Geismann erstmals auf Tabellenplatz eins befördert wurde. Gestern in Grafenberg geriet das Match zu einer zähen Geschichte. „Ich weiß gar nicht, wie ich das Spiel einordnen soll“, kommentierte Naberns Coach Marco Kunze das Geschehen unterm Florian, das aus viel unspektakulären Mittelfeldaktionen bestanden habe.

Die einzige Topchance für den SV Nabern offenbarte sich kurz vor der Pause für Angreifer Tim Lämmle: Doch in der 39. Minute scheiterte der Ex-Dettinger an Grafenbergs Keeper Iosif Toulkeridis, der in Grafenberg seit Kurzem gleichzeitig als Trainer zusammen mit Christian John fungiert. Der Schlussmann bekam beim Schuss noch die Fußspitze an den Ball. Die Naberner bilden nun als neuer Tabellenzweiter die Spitzengruppe mit dem punktgleichen Ersten TSV Harthausen sowie dem ebenfalls punktgleichen Liga-Dritten Türkspor Nürtingen.

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