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Die Alleenschule geprägt

Zum Artikel „Ich bin jeden Tag gerne zur Schule gegangen“ vom 20. Juli

Dem Artikel im Teckboten konnte ich entnehmen, dass die Verabschiedung von Uwe Häfele, dem Rektor der Alleenschule, vor einem „handverlesenen Publikum“ erfolgte. „Da kann etwas nicht stimmen“, der Meinung bin ich auch - aber aus einem anderem Grund als dem erwähnten, nämlich wegen der Corona-Bestimmungen. Als ehemaliger Schulleiter-Kollege und langjähriger Wegbegleiter, Begegnungs- und Gesprächspartner, fehlt mir der Dank, die Wertschätzung und Würdigung von offizieller Seite, die ich ihm persönlich gegenüber hiermit ausdrücklich ausspreche.

Für mich stellt sich zuerst die Frage: Hat Uwe Häfele sich selber verabschiedet? Es fand keine offizielle Verabschiedung des Schulleiters durch das Staatliche Schulamt - weder von der Amtsleitung noch vom zuständigen Schulrat - statt. Also auch keine öffentliche Würdigung des über alle Maßen verdienstvollen Schulleiters. Warum?

Dann die Aussage: Er war „furchtbar anstrengend“! Wer hat unserem Oberbürgermeister, der ihn am Tag zuvor erst persönlich kennenlernte, diese Worte mit auf den Weg gegeben? Uwe Häfele war und ist ein leidenschaftlich engagierter Kämpfer für die Sache - seine Alleenschule. Als Persönlichkeit hat er in der Schule die Schüler, Eltern und Mitarbeiter wahrgenommen und sich ihnen zugewandt und seine Schule nach außen repräsentiert und nachhaltig vertreten. Ohne ihn wäre die Alleenschule nicht das, was sie ist: eine „Leuchtturm-Schule“ mit vielfältigen Aspekten und Herausforderungen. Als „Marathonmann“ hat er sie mit seinem Kollegium über Jahrzehnte geprägt. Dafür gebührt ihm großer Dank, eine ausdrückliche Wertschätzung und eine entsprechende Anerkennung und Würdigung.

Willi Kamphausen, Kirchheim

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