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Die Ausbildung zum Heilpraktiker

Kosten, Dauer und Inhalte

Diese medizinische Ausbildung ist sehr lernintensiv. Symbolbild

lps/AM. Dem Wunsch, eine Ausbildung zum Heilpraktiker zu absolvieren, liegt zumeist die Motivation der ganzheitlichen Betrachtung zugrunde. Der menschliche Körper in seiner Anatomie und Physiologie sowie die psychischen Aspekte werden in Untersuchung, Diagnostik und Behandlung eingebunden. Viele angehende Heilpraktiker möchten umfassender auf die Beschwerden ihrer künftigen Patienten eingehen und ihnen somit einen Mehrwert gegenüber der reinen Schulmedizin bieten. Hierfür bedarf es einer Ausbildung und der abschließenden amtsärztlichen Überprüfung beim zuständigen Gesundheitsamt. Diese Ausbildung ist rein theoretischer Natur und dauert, je nach Institution, zwischen 12 und 36 Monate. Da es sich um Privatschulen handelt, müssen die Schulgebühren selbst getragen werden. Diese Kosten belaufen sich auf 2.000 bis 11.000 Euro und sind abhängig von der schulischen Einrichtung. Demnach muss die Heilpraktikerausbildung neben dem eigentlichen Beruf bewerkstelligt werden. Dieser Umstand ist nicht zu unterschätzen, denn es werden tiefgreifende medizinische Kenntnisse vermittelt. Neben der Anatomie und Physiologie werden Inhalte der Pathologie (Krankheitslehre), Anamneseerhebung (Vorgeschichte einer Krankheit), Labordiagnostik, Diagnose und Therapie, Untersuchungs- und Injektionstechniken, Hygiene, Desinfektion, Sterilisation sowie Berufs- und Gesetzeskunde gelehrt.
Bezogen auf die menschliche Physiologie und Pathologie stehen beispielsweise Atemwegserkrankungen, Herz-Kreislauferkrankungen, Stoffwechselerkrankungen, neurologische Erkrankungen, psychische Störungen, degenerative Veränderungen, bösartige Zellveränderungen, Notfallmedizin und psychiatrische Notfälle auf dem Lehrplan. Diese Ausbildung ist die Basis des Heilpraktikerberufes. Erst durch Fortbildungen werden Tätigkeitsschwerpunkte gesetzt.
 


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