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Die Bürger schützen

Zum Leserbrief „Landschaftsbild würde zerstört“ vom 15. Februar

Wenn dem so ist, dass nachts frische Luft von der Schwäbischen Alb nach Kirchheim über den Hungerberg einströmt und so für frische Luftzufuhr in der Stadt sorgt, und dann eben dort von der Gemeinde Dettingen ein Gewerbegebiet geplant wird, ist das eine grobe Fahrlässigkeit der Gesundheit der Bürger Kirchheims gegenüber.

Sollte da nicht die Stadtverwaltung und der Gemeinderat Kirchheims seine Fürsorgepflicht für das Wohl und die Gesundheit ihrer Bürger wahrnehmen und dagegen entschieden Position einnehmen?

Darf eine Ortsverwaltung in einer Zeit, wo die Polkappen schmelzen, wo der Regenwald ­abgeholzt wird, wo eigentlich jedem klar sein müsste, was eine solche Politik für Konsequenzen hat, ein solches Projekt ungehindert durchführen?

Jahrelang hat die Stadt Kirchheim auch nichts unternommen, um zum Beispiel ihre Bürger gegen Autobahnlärm zu schützen, und dabei im Bereich Lindorf/Ötlingen versäumt, einen Lärmschutzwall zu errichten, der bequem mit dem Aushub von Stuttgart 21 hätte aufgeschüttet werden können.

Was wäre auch den Bürgern des Lenninger Tals an Dreck und Unannehmlichkeiten durch Lastwagenverkehr erspart geblieben?

Michael Olpp, Kirchheim

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