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Die Geschichte der Palliativmedizin

Der Gedanke, dass Sterbenskranke auf ihrem letzten Weg begleitet werden, ist so alt wie die Menschheit. Im Mittelalter entstanden spezielle Einrichtungen, etwa Hospize, also Häuser, in denen Menschen im Sterben betreut wurden. Ein französisches Sprichwort aus dem 16. Jahrhundert macht deutlich, dass der Gedanke der Palliativmedizin schon damals im ärztlichen Handeln verankert war: „Heilen manchmal, lindern oft, trösten immer.“

Als Gründerin der modernen Hospizbewegung und Palliativmedizin gilt die englische Ärztin Cicely Saunders in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die Weltgesundheitsorganisation WHO definierte 1990 zum ersten Mal das Betreuungskonzept „Palliative Care“: Die Schmerzlinderung spielte dabei die größte Rolle. Im Jahr 2002 wurde diese Begriffsbestimmung überarbeitet: Auch die Bedürfnisse der Angehörigen wurden nun berücksichtigt.

In Kirchheim wurde 1984 die Arbeitsgemeinschaft Hospiz gegründet. Ausgebildete ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeiter arbeiten hier daran, dass der Hospiz-Gedanke umgesetzt wird. Seit 2007 wird die spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) in Deutschland von den Krankenkassen auch dann übernommen, wenn sie zu Hause geschieht. In Kirchheim leistet maßgeblich die Diakoniestation Teck diese Aufgabe.rmo

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