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Die Großzügigkeit übertrifft alle Erwartungen

Aktion 15 Kirchheimer Vereine haben für den TuS Ahrweiler gespendet. Eine stolze Summe ist das Ergebnis.

Sabine Schenke, Geschäftsführerin des Tus Ahrweiler, gemeinsam mit Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Nadine Wenigmann, einer e
Sabine Schenke, Geschäftsführerin des Tus Ahrweiler, gemeinsam mit Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Nadine Wenigmann, einer engagierten Bürgerin, bei der Einweihung des Sportzeltes (von links).

Kirchheim. Fast sieben Monate ist die Flutkatastrophe im Ahrtal nun her. Vieles wurde wieder aufgebaut in der Zwischenzeit, vieles wird noch Jahre dauern. So wie beim TuS Ahrweiler, der im Grunde alles verloren hat - Turnhalle, Stadion, Vereinsbüro. Die Aktion „Der Sport hilft dem Sport“, an der sich 15 Kirchheimer Vereine beteiligt haben, kommt da gerade recht. Bis zum 31. Dezember lief der Spendenaufruf. „Unser Traum war, in Summe 15 000 Euro zusammenzubekommen“, erklärt VfL-Geschäftsführerin Doris Imrich. Jeder der beteiligten Vereine sollte einen Euro pro Mitglied spenden. Zudem stand im Sportvereinszentrum an der Jesinger Straße ein Spendenkässle. „Nun sind es tatsächlich 18 418 Euro geworden“, kann es die VfL-Chefin gar nicht glauben. „Es haben wirklich alle Vereine ohne zu zögern mitgemacht und sehr großzügig aufgerundet. Das ist schon eine enorme Summe“, freut sich Doris Imrich. Dazu kam noch der Erlös aus der Versteigerung eines Airbikes im SVZ, zahlreiche, zum Teil auch großzügige Spenden von Mitgliedern und die Aktion der Knights, die die Einnahmen ihrer Vorbereitungsspiele gespendet haben. Beim TuS Ahrweiler ist man freilich aus allen Wolken gefallen. „Das ist wirklich der absolute Wahnsinn“, ist TuS-Geschäftsführerin Sabine Schenke begeistert. Derzeit läuft der Sportbetrieb bei dem Mehrspartenverein in einem Multisportzelt, das gemeinsam mit dem Katastrophenschutzverein „Ahrche“ im November aufgebaut wurde. Ministerpräsidentin Malu Dreyer war auch schon da und hat sich das Zelt angeschaut. „Das ist für uns eine super Lösung, denn dort können wir wenigstens auch Material lagern“, erklärt Sabine Schenke. Alle acht Sportstätten, die der Verein bislang genutzt hat, sind zerstört. Auf manchem Rasenplatz wurden zudem Containerdörfer für all diejenigen erstellt, die bis heute nicht in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren können. 

Den großen Spendenscheck möchten die Kirchheimer noch vor Ostern vorbeibringen. Dazu noch Handbälle, Wurfbälle, Pilatesbälle, Tennisbälle, Tischtennisbälle und Volleybälle. „Das soll der Startschuss für den Neuanfang sein. Wir wollen den Verein besser kennenlernen und eine Freundschaft aufbauen“, erklärt Doris Imrich, die sichtlich stolz auf die Solidarität der Kirchheimer Vereine ist, gegenüber anderen, aber auch untereinander. „Es ist so toll wie die Aktion gelaufen ist. Da sieht man, dass man nicht für sich alleine kämpft.“  Sandra Langguth


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