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Die IHK führt in die Irre

Zum Artikel „Verhindern, dass die Lichter ausgehen“ vom 18. August

Die IHK Region Stuttgart und einige „Technologieunternehmen“ aus der Gegend versuchen, den Hungerberg als unverzichtbar hinzustellen. Dazu ist ihnen jedes Mittel recht: angstmachende Drohungen sowie leere Versprechungen.

Drohung eins: Ohne Hungerberg „gehen bald die Lichter aus“ - also nur der Hungerberg rettet uns vor dem Rückfall ins finstere Mittelalter . . . ?!

Drohung zwei: Die „Investoren“ stehen unter Zeitdruck - also „das Geld“ bestimmt die Zukunft und nicht etwa „die Grenzen“, die der Planet Erde vorgibt?!

Drohung drei: die Arbeitsplätze. Dieses Totschlagargument untergraben die Verantwortlichen selber, indem sie „Digitalisierung“ und „Automatisierung“ ins Zentrum der „Transformation“ stellen. Denn beide schaffen Arbeitsplätze ab, statt neue zu schaffen!

Und die angeblichen neuen Arbeitsplätze sind dann keine festen mehr, sondern lediglich befristete „Projektarbeit“. Was das an Verkehrszunahme bedeutet, wird verschwiegen. Ebenso die Folgen für Familien. So sehen hohle Versprechungen aus. Was „Transformation der Wirtschaft“ heißt, wird mit keinem Wort erklärt, aber es ist zwischen den Zeilen zu lesen: Es soll alles so bleiben, wie es ist. Also: weiter maßlose Produktion und weiter maßloser Konsum - nur unter angeblichem Umwelt- und „Zukunftstechnologie“-Vorzeichen. Die Richtung der IHK führt in die Irre, denn die angebliche „Transformation“ der Wirtschaft rechnet nicht mit den Grenzen unseres Planeten. Für das, was sie anstrebt, reicht unsere Erde nicht.

Martin Brost, Dettingen

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