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Die Kirche im Dorf lassen

Zum Artikel „Streit um Weide geht in die nächste Runde“ vom 24. Februar

Wir sind in unserer Umgebung bekannt dafür, dass uns der Naturschutz (Fauna und Flora) sehr am Herzen liegt und wir, wo immer es geht, dafür werben. Aber dieser Artikel beziehungsweise das Thema stößt bei uns auf völliges Unverständnis.

Bei allem Respekt: Es geht bei diesem „Stückchen“ Land um eine wirklich kleine Fläche, die noch dazu genutzt wird, um Tieren, die es bis jetzt nicht so gut hatten, einen Lebensabend im Freien zu ermöglichen. Hier von „Zerstörung“ von Flachlandmähwiesen zu sprechen und damit den Eindruck zu erwecken, dass es sich um ein Gebiet in der Größe von Baden-Württemberg handelt, ist fast schon grotesk.

Sicher, es gilt „wehret den Anfängen“ aber wo waren bitte die Naturschutzbehörden, als zum Beispiel für das Projekt „Stuttgart 21 / 25, 26, 27 . . . in Gebiete eingegriffen wurde, die bis dahin schützenswert waren, aber im „allgemeinen Interesse“ unwiederbringlich zerstört wurden? Das ist leider nur eine von vielen geschaffenen Tatsachen.

Für uns steht dieses Vorgehen - auch die Hinzuziehung eines naturschutzrechtlichen Gutachters - in keinem Verhältnis, zumal ein Vergleichsvorschlag auf dem Tisch liegt, der das Überdenken wert ist.

Wir empfehlen den Verantwortlichen mal die Fahrt zum Otto-Hofmeister-Haus. Vielleicht sollten die Herren bei einer Ortsbesichtigung sich mal selbst ansehen, über welche Fläche und die darauf lebenden Tiere geurteilt wird und das Geld für weitere Gutachten lieber in den Naturschutz investieren.

Monika und Corinna Haas, Weilheim

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