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Die Kosten für Bau und Betrieb eines Kirchheimer Hallenbads sind enorm

Die Baukosten für ein neues Hallenbad in Kirchheim dürften zwischen 15 und 25 Millionen Euro liegen. Derzeit geht die Stadt von 18 Millionen Euro aus. Die Stadtwerke, die das Bad betreiben sollen, würden 50 Prozent der Baukosten übernehmen. Die andere Hälfte soll von der Stadt Kirchheim selbst kommen - und zwar in Form einer Kapitalzuführung an die Stadtwerke.

Das Defizit eines neuen Kirchheimer Hallenbads dürfte nach Einschätzung der Stadt bei 1,5 bis zwei Millionen Euro pro Jahr liegen. Hinzu kommen eine Million Euro als jährlicher Abmangel des Freibads. Nach dem Hallenbadbau würden die Stadtwerke also durch den Bäderbetrieb insgesamt einen jährlichen Verlust einfahren, der zwischen 2,5 und drei Millionen Euro liegt.

Zur Deckung des Abmangels müsste die Stadt einen Teil beitragen, was sich angesichts der aktuellen Haushaltslage als schwierig erweist. Auch die Stadtwerke könnten ihren Teil des Defizits nicht ohne weiteres tragen. Dafür wäre es notwendig, dass sie sich weiterentwickeln und ihre Geschäftsfelder ausbauen. Dann könnten sie mit zusätzlichen Einnahmen die Bäder querfinanzieren.

Die Kooperation mit Umlandgemeinden könnte der Stadt Kirchheim finanziell beim Betrieb eines neuen Hallenbads helfen. Dazu müssten sich diese Kommunen mit Schwimmstunden in Kirchheim einkaufen - wie das Kirchheim derzeit in Dettingen macht. Sollte das Kirchheimer Bad 2028 fertig sein, müsste Kirchheim bis 2030 trotzdem rund 435 000 Euro pro Jahr an Dettingen zahlen. vol

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