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Die Kunst des schönen Schreibens

Kalligrafie kommt aus dem Altgriechischen und hat nichts mit Schönschreiben zu tun, wie man es in der Schule machen musste. Das war leserlich schreiben. Buchstaben und Zahlen spielen in der Kalligrafie die Hauptrolle, Symbole und Schriftzeichen fügen sich kunstvoll aneinander. Schriftzeichen malen und gestalten, Buchstaben in verschiedenen Schriftarten aneinanderreihen - das macht Kalligrafie aus. Die Kalligrafie dient den Menschen schon lange als Kommunikationsmittel. Heute ist sie auch bei uns als Hobby wieder im Kommen. Man braucht nicht viel fürs schöne Schreiben: einen Füller mit Keilspitze (oder einen Pinsel aus Tierhaaren) und Kalligrafiepapier, das ist heiß gepresstes Papier. Früher hatten die Kalligrafen Gänsekiel und Tinte und schrieben auf Pergament, gegerbter Tierhaut, auf Papyrus oder Leinwand. Früher, das heißt lange vor Erfinden des Buchdrucks. Die japanische Kalligrafie wird Shodo genannt und ist in Japan sogar Schulfach. Die Kalligrafie geht dort weit über das Schreiben der Wörter hinaus. Der Schlüssel zur wahren Kalligrafiekunst sei es, den Geist und die Seele in das Werk einzubringen und mit dem Herzen zu schreiben. Die Vervollkommnung einer alltäglichen Tätigkeit. Der Weg des Schreibens sei gar der Weg zur Erleuchtung. Aber vor der Erleuchtung geht es zurück zum Hier und Jetzt und zu ersten Übungen. Kalligrafie ist eine Kunstform, die man sich selbst beibringen kann. Wichtig dafür ist das richtige Werkzeug, viel Motivation und noch mehr Geduld. Denn am Anfang übt man nichts anderes als Kreise, Wellen oder Kreuze zu malen. Immer mit dem richtigen Strich, mit dem richtigen Schwung. Übungsblätter gibt’s im Internet. Dann ran an den Füller und versuchen. Iris Lemanczyk


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