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Die Laster lassen sich vermeiden

Zum Artikel „Die Laster lassen sich nicht vermeiden“ vom 21. Juli

„Die Laster lassen sich nicht vermeiden“ - ist sicher als Aussage für alle in der Owener Teckhalle anwesenden und auf unterer Ebene am Projekt S21 arbeitenden Personen richtig. Trotzdem möchte ich die Aussage in Frage stellen: Ich erinnere daran, dass über Jahre versprochen wurde, dass der Abraum aus den Tunnelbaustellen sowie die Materialzufuhr dorthin über die Schiene bewerkstelligt werden würde - es gibt auch Deponien mit Gleisanschluss! Eine Instandsetzung des Weilheimer Gleises bis zum Bahnhof Holzmaden war dafür vorgesehen. Noch vor wenigen Jahren beim S-Bahn-gerechten Umbau des Kirchheimer Bahnhofs wurde extra dafür eine neue Weiche (Kostenpunkt 100 000 Euro) zum Weilheimer Gleis eingebaut.

Die Laster hätten sich also sehr wohl vermeiden lassen! Doch ist offensichtlich der billigstmögliche Transport wichtiger als die Menschen, die darunter leiden. Und die Tatsache, dass hunderte von Lkws am Tag billiger sein sollen als eine Lok mit vielen Wagen, das ist eine Folge jahrelang verfehlter deutscher Verkehrspolitik. Manche Nachbarländer, allen voran zum Beispiel die Schweiz, sind da deutlich weiter als wir!

Hartmut Jaißle, Lenningen

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