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Die Naberner Ampel steht auf Grün

Fußball-Kreisliga A Der SVN setzt sich nach seinem zweiten Saisonsieg in der Spitzengruppe fest. Die TG Kirchheim feiert den ersten „Dreier“. Von Helge Waider

Naberns Tony Kuke, hier im Zweikampf mit Großbettlingens Keeper Maximilian Schmid, war einmal mehr Aktivposten im Spiel des SVN.
Naberns Tony Kuke, hier im Zweikampf mit Großbettlingens Keeper Maximilian Schmid, war einmal mehr Aktivposten im Spiel des SVN. Foto: Markus Brändli

Große Moral stand im Mittelpunkt des gestrigen Fußballnachmittags in Dettingen. Die hatte nämlich die Truppe von Coach Nebih Kadrija gezeigt, als sie trotz eines 0:2-Rückstands (Martin Staats und Alexander Joos per Strafstoß hatten getroffen) die Partie gegen den TSV Linsenhofen noch 5:2 gewann. „Die waren gefühlt zweimal in der ersten Halbzeit vor dem Tor und führten 2:0“, schüttelte der frisch aus dem Urlaub zurückgekehrte Fußballboss Christian Renz den Kopf. Ein Doppelschlag nach rund einer halben Stunde sicherte das Remis, ein weiterer Treffer kurz vor der Halbzeit die erstmalige Führung der Dettinger. Bis zur 70. Minute war der Endstand bereits hergestellt. „Danach plätscherte das Spiel nur noch vor sich hin“, kommentierte Christian Renz die Schlussphase der Partie, die auf dem Kunstrasen stattfinden musste. „Letzte Woche wurde in meiner Abwesenheit bei strömendem Regen auf dem Rasenplatz gespielt. Da haben sie ihn ramponiert“, regte sich der SFD-Abteilungsleiter noch gestern auf.

SVN hat einen Lauf

Es läuft momentan richtig gut beim SV Nabern. Das Team des Trainergespanns Marcel Geismann und Marco Kunze, das normalerweise in Grün-Weiss gekleidet ist, hat einen Lauf und auch seine zweite Partie der Saison - das Wochentagsspiel beim TSV Altdorf fiel bekanntermaßen wegen eines Flutlichtproblems aus - souverän gewonnen. Alle Ampeln stehen am Oberen Wasen quasi auf „Grün“. Tabellenplatz vier ist der verdiente Lohn der Mühen für Naberner.

Den TSuGV Großbettlingen konterten die Gastgeber zunächst klassisch aus. Die Gäste waren von Beginn an „hoch“ angelaufen und damit über die Flügel verwundbar mit schnellen Gegenstößen. Je ein ebenso fragwürdiger wie verwandelter Foulelfmeter auf jeder Seite komplettierten die Ereignisse der ersten Halbzeit. Marco Kunze: „Nach dem Strafstoß gegen uns war der gegen Großbettlingen verhängte Elfer eine Konzessionsentscheidung des Schiedsrichters.“ Eine Neuerung gibt es beim SVN ansonsten nur in der Bewirtungsfrage. Die AH grillt zwar weiterhin die Roten Würste - rechnet aber mit dem neuen Pächter des Vereinsheims ab. Marco Kunze freute sich: „Das ist jetzt alles in Bioqualität und mit regionalem Bezug.“

Einen nicht erwarteten Sieg, der gar höher hätte ausfallen können, feierte die Turngemeinde Kirchheim. Coach Mehmet Akkoyuncu freute sich wie ein Schneekönig: „Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft. Das war eine starke Leistung.“ Insbesondere lobte der Übungsleiter seinen Trainerkollegen Israfil Kilic, der die Abwehr souverän organisiert hatte. Viel richtig gemacht hatte die TG offenbar auch in Sachen Transfers. Die Brüder Enis und Oguzcan Opcin machten eine gute Partie, Cousin Berkem Opcin markierte beide Treffer. Alle drei waren in der Sommerpause vom TV Birenbach an die Jesinger Allee gewechselt.

Weniger erfolgreich verlief die Partie für TG-Kapitän Tiago Santos Araujo. Der ehemalige Oberligaakteur des VfL Kirchheim erlitt bei einem Kopfballduell eine stark blutende Platzwunde am Ohr und wurde zur Behandlung umgehend ins Krankenhaus nach Reutlingen gebracht.

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