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Die Natur hat ihre Unschuld verloren

Zum Artikel „Grünes Licht für den Naturkindi“ vom 15. November

Zwar bringt der Teckbote auf Seite 18 ein fünf Spalten breites, fröhliches Farbfoto von fünf Müttern mit zehn Kleinkindern - trotzdem, oder gerade deswegen bekomme ich wegen der Unbeschwertheit der Dargestellten ein mulmiges Gefühl.

Unlängst ist nämlich eine mir gut bekannte Bäuerin nach einem Jahrzehnte dauernden Leiden unter einer Borreliose gestorben, zwar letztlich an Krebs, aber das macht keinen großen Unterschied. Tatsache ist, dass es bis heute gegen diese heimtückische und durch Zecken übertragene Infektion kein Heilmittel gibt, weil es sich um eine Virusinfektion handelt.

Als Zweites kommt hinzu, dass in diese Gegend vor Jahren durch Ziegen das sogenannte Q-Fieber eingeschleppt wurde, eine meldepflichtige Infektion, und meines Wissens bis heute nicht verschwunden ist. Auch dieses ist eine Viruskrankheit und lässt sich nicht mit Antibiotika behandeln.

Deshalb sollten sich die Mütter kundig machen. Gegen Zecken gibt es inzwischen auch kleine Geräte, die einen hochfrequenten Ton abgeben, der sie abschrecken soll. Außerdem gibt es kleine elektrische Geräte in den Apotheken zu kaufen, mit denen man die Stichstelle möglichst direkt nach dem Stich erhitzen kann. Auch darauf möchte ich die Mamas dringend hinweisen, falls sie das noch nicht wissen sollten.

Thilo Dinkel, Kirchheim

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