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Die Pflege kommt nicht zu kurz

Zum Leserbrief „Michael Hennrich ignoriert Pflege“ vom 21. August

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In dem Leserbrief wird geschrieben, ich würde die Themen der Pflege ignorieren. Diesem Vorwurf möchte ich entschieden widersprechen. Richtig ist zwar, dass auf meiner Veranstaltung „Bezahlbar und gut?! Unser Gesundheitssystem auf dem Prüfstand“ am 26. Juli ein anderer Schwerpunkt, nämlich vor allem die Fragen der Finanzierbarkeit unseres Gesundheitssystems mit Blick auf die gesetzlich versicherten Patienten, gewählt wurde. Es ist aber schlichtweg unmöglich, an einem Abend umfassend alle gesundheitspolitischen Fragestellungen zu beleuchten.

Die Fragen rund um die Pflege kommen in meiner Arbeit als Abgeordneter und Gesundheitspolitiker nicht zu kurz. Ich kann sogar sagen, dass sie bei der Wahlkreisarbeit im Bereich der Gesundheit dominieren. Dazu spreche ich regelmäßig unter anderem mit in der Pflege tätigen Menschen, Vertretern von Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen sowie den Krankenkassen. Zuletzt habe ich dazu bei einer CDU-Veranstaltung im Lenninger Tal informiert, auf Einladung der AOK in der Stadthalle Nürtingen diskutiert, und in einer Reihe von Gesprächen habe ich über die Gesetzgebung zu den Pflegeberufen mit den tatsächlich betroffenen Pflegekräften gesprochen, zum Beispiel mit Vertretern des Betriebsrats der Kreiskliniken, mit Pflegeheimen und ambulanten Pflegediensten. Die Entstehung des Pflegeberufegesetzes war übrigens der intensivste Gesetzgebungsprozess, an dem ich in dieser Legislaturperiode mitgewirkt habe. Im Ergebnis haben wir eine Vielzahl von Verbesserungen erreicht, vor allem bei der nun kostenlosen Ausbildung und mehr Flexibilität für Arbeitnehmer durch die Generalistik.

Insgesamt ist es mir wichtig, den in der Pflege tätigen Menschen meine große Wertschätzung auszudrücken. Gemeinsam mit den weiteren in der medizinischen Versorgung tätigen Menschen leisten sie jeden Tag Großartiges.

Michael Hennrich, MdB, Kirchheim