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Die schlechteste Halbzeit unter Trainer Eisenbeil

Handball Der VfL gibt im Verbandsligaheimspiel gegen Kellerkind Altenstadt eine 17:10-Führung zur Halbzeit noch aus den Händen und verliert 26:28.

Ratlosigkeit auf der Bank: VfL-Trainer Engelbert Eisenbeil (stehend in grau) musste nach dem Seitenwechsel mit ansehen, wie sein
Ratlosigkeit auf der Bank: VfL-Trainer Engelbert Eisenbeil (stehend in grau) musste nach dem Seitenwechsel mit ansehen, wie seine Mannschaft eine Sieben-Tore-Führung vergeigte. Foto: Markus Brändli

Die Verbandsligahandballer des VfL Kirchheim haben ihr Heimspiel gegen den abstiegsbedrohten TV Altenstadt mit 26:28 verloren. Wie die dritte Heimpleite in Folge passieren konnte, bleibt ein Rätsel, hatte der VfL doch zur Pause noch 17:10 geführt. Doch die wohl schlechtesten 30 Minuten unter Trainer Engelbert Eisenbeil änderten alles.

Oliver Köppel eröffnete die Partie mit dem 1:0 für die Gäste, die bis zum 2:1 vorlegten. Von da an übernahm dann der VfL das Heft des Handelns. Beim 3:2 durch Josua Schenk war die Partie wieder gedreht, und die „Tecksieben“ legte von nun an vor. Nach dem 5:5 des TVA erfolgte ein erster kleiner Zwischenspurt der Hausherren. Durch Dominik Merkle, Julian Mikolaj und Lars Hamann erhöhten der VfL mit dem 9:5 nach 15 Minuten etwas deutlicher. Doch die Gäste gaben sich nicht auf und stellten in der 22. Minute durch Jörg Bausch den Anschluss wieder her. In der Folgezeit berappelten sich die „Blauen“ jedoch wieder und zogen erneut auf 14:10 davon. Bis zum Pausenpfiff konnte man mit dem 17:10 weiter deutlich erhöhen.

In der Halbzeitpause waren sich die Kirchheimer einig, das Tempo bei- und die Konzentration hoch zu halten. Doch genau das Gegenteil trat ein. Zwar konnte direkt nach Wiederanpfiff durch Thimo Böck auf 18:10 erhöht werden, doch nun kam es zu einem unerklärlichen Bruch im Kirchheimer Spiel. Urplötzlich lief nichts mehr zusammen, der VfL gab reihenweise leichtfertig den Ball aus der Hand. Dies nutzten die Gäste aus der Geislinger Vorstadt und verkürzten Tor um Tor. So war nach 37 Minuten durch Moritz Veil mit dem 15:18 der Anschluss wiederhergestellt.

Beim VfL lief nichts mehr zusammen, die Spieler wirkten zunehmend unsicherer und vergaben reihenweise beste Möglichkeiten. Hinzu kamen eine Reihe von unerwarteten Aktionen sowie unvorbereitete Abschlüsse. Doch bis gut eine Viertelstunde vor Schluss hielt die „Tecksieben“ den Vorsprung bei vier Treffern, ehe der TVA beim 23:22 endgültig zurück in der Partie war. Zu diesem Zeitpunkt konnte Torhüter Tim Osswald seine Mannschaft mit einigen Glanzparaden noch vor einem Rückstand bewahren. Doch beim 24:24 war der Ausgleich gefallen. Obwohl noch mehrmals die Chance bestand, sich wieder abzusetzen, scheiterten die Gastgeber mehrfach an sich selbst. Routine und Cleverness waren wie weggeblasen.

Gäste ziehen davon

So kam, was kommen musste: In der 58. Minute schafften die Altenstädter durch Micha Bottek den nicht mehr für möglich gehaltenen Führungstreffer. Es kam sogar noch schlimmer, denn die Gäste zogen auf 28:25 davon - die Entscheidung.

Nach dem Schlusspfiff schaute man nur noch in fassungslose Gesichter. Niemand konnte sich den Totalausfall in den zweiten 30 Spielminuten erklären. Nun gilt es dieses Spiel schnells­tens zu analysieren, zumal sich die „Tecksieben“ um den Lohn der vergangenen beiden Siege brachten. Die Chance, es besser zu machen, bietet sich bereits am kommenden Samstag in Gerhausen. jm

Spielstenogramm

VfL Kirchheim: Osswald, Kruschina, L. Hamann, T. Hamann, Rauner, Böck (3), Habermeier (5), Weber, Merkle (5/2), Mikolaj (4/1), Klein, Schenk (1), Sadowski (3), Rudolph (3)

TV Altenstadt: Torica, Härringer (2), Knosp, Wolf (1), Köppel (5), Girgin (2/1), Christ, R. Veil (1), M. Veil (6), Bottek (3/1), Duller (1), Bausch (6), Braun (1), Heer

Schiedsrichter: Marc Vogelmann (HC Oppenweiler/Backnang), Sandstein Akgün (HSG Strohgäu)

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