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Die Siebzigerjahre lassen grüßen

Zurück in die Siebziger. Die Mitglieder der Kleinstadt-Clique um Aron Winter, den Sohn des Holocaust-Überlebenden Jakob, sind auf der Suche nach einem Platz im Leben. Ob Rockmusik-Festivals, Kriegsdienstverweigerung, das Herumexperimentieren mit Drogen und freier Liebe, politischer Aktionismus oder alternatives Landleben - sie lassen nichts aus, was in den Siebzigerjahren auch nur den Hauch einer Möglichkeit eröffnet, dem Mief des Heimatortes und den spießigen Elternhäusern zu entkommen. Jeder hat dabei mit seinen besonderen Verhältnissen zu kämpfen, insbesondere Aron, der oft glaubt, er sitze zwischen allen Stühlen. Als Sohn eines Juden muss er antisemitische Anfeindungen ertragen, obwohl er selbst kein Jude ist. Auf den Spuren des Vaters begibt er sich nach Israel in einen Kibbuz, um sich über seine Rolle im Leben klar zu werden. Ein Porträt einer bewegten Zeit und eine Geschichte, die für sich steht, mit aktuellen Bezügen bis ins Hier und Heute.

Kleinstadt-Hippies. Roman. Von Titus Simon. Erschienen im Silberburg-Verlag, Tübingen und Karlsruhe, 520 Seiten, Euro 16,90

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