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Die SPD und ihre Geschichte

Zum Artikel „Laschet-Äußerung: SPD wittert Schmutzkampagne“ vom 13. September

Auf der ersten Seite findet sich ein Zitat zur Nachkriegsgeschichte der SPD, mit Vorwürfen vonseiten der Union, die sich offenbar mit dem Rücken zur Wand fühlt - umfragemäßig - einer der Parteien, deren politische Großväter mithilfe des Ermächtigungsgesetzes von 1933 „zum Schutz von Volk und Reich“ erst eine Nachkriegsgeschichte ermöglichten, nämlich durch einen gewissen Zweiten Weltkrieg, von dem Herr Laschet schon in der Schule gehört haben dürfte.

Relikte wie die Herren Oberländer (Rassengesetze 1935 von Nürnberg und Minister unter Adenauer) und Filbinger (Ministerpräsident und Marinerichter) haben in der CDU noch einige Zeit überlebt. Adenauer hat Herrn Frahm alias Willy Brandt wegen seines Exils reichlich beschimpft, während er - Adenauer - seinen zugegebenermaßen erzwungenen Vorruhestand in Rhöndorf ertragen musste. - Die SPD war die einzige Partei, die 1933 gegen das Ermächtigungsgesetz gestimmt hat, wohl ahnend, was dann folgen würde und auch prompt gefolgt ist: Dachau et cetera: Lidice, Ouradur, Babi Jar, Auschwitz und so weiter, und so weiter . . . und 50 Millionen Kriegstote, und nur die SPD wollte diese Entwicklung verhindern, die aufgrund der Brandreden des „Führers“ zu ahnen war. - Die Kommunisten saßen ja schon wegen des von ihnen angeblich mitverschuldeten Reichstagsbrandes im Gefängnis - die Aufräumpolitik der SPD in der „Nachkriegsgeschichte“ ist ja hinreichend gewürdigt, aber einen Kanzler, der über lasche 76 Jahre deutsche Geschichtskenntnisse verfügt, können wir uns im Herzen Europas nicht leisten - meiner Meinung nach.

Dr. Siegfried Nau, Kirchheim

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