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Die Stadt Nürtingen erhält eine Bundeswaldprämie in Höhe von 127 000 Euro

Nürtingen. Die heimischen Wälder stehen durch den Klimawandel vor einer Herausforderung. Auch am Nürtinger Stadtwald gehen die klimatischen Veränderungen nicht spurlos vorbei. Seit den 1850er-Jahren wird dort zwar bereits nachhaltig gewirtschaftet. Um den aus 86 Prozent Laub- und 14 Prozent Nadelholz bestehenden Wald aber auch künftig als Lebens- und Rückzugsraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten zu bewahren, setzt Revierleiter Richard Höhn eine auf drei Säulen basierende Strategie um: Neben einer den Spielregeln der Natur angepassten Waldwirtschaft werden Biotope mit speziellen Pflegemaßnahmen zur Förderung von Arten- und Lebensgemeinschaften mit besonderen Ansprüchen ausgewiesen. Außerdem wird der Anteil an absterbenden Bäumen systematisch erhöht und somit ein flächendeckendes Netz an Miniaturwäldern geschaffen, das nicht bewirtschaftet, sondern dem natürlichen Zerfall überlassen wird. Fast 1300 Hektar Nürtinger Stadtwald sind aufgrund der nachhaltigen Bewirtschaftung zertifiziert. Dafür erhält die Stadt nun eine Waldprämie aus einem Konjunktur- und Zukunftspaket der Bundesregierung in Höhe von 127 100 Euro. Diese Prämie soll dazu beitragen, die Folgen von Extremwetterereignissen und Schädlingsbefall bei kommunalen wie auch privaten Waldbesitzern abzumildern und nachhaltige Bewirtschaftung zu honorieren. Der Wald habe leider nicht den Stellenwert in der Gesellschaft, den er verdienen würde, meinte der parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung, Hans-Joachim Fuchtel, als er Oberbürgermeister Dr. Johannes Fridrich im Beisein des Bundestagsabgeordneten Michael Hennrich die Waldprämie im Rathaus übergab.pm


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