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„Die stärkste B6 aller Zeiten“

Saisonvorschau Gleich sechs Mannschaften dürften in der am morgigen Sonntag beginnenden Runde um die Meis- terschaft und den Relegationsplatz spielen. Besonderes Augenmerk liegt auf drei Neulingen. Von Klaus-Dieter Leib

Auf und davon: Samba Kujabi und der TSV Ötlingen zählen erneut zum Favoritenkreis, wenn es um den Aufstieg in die Kreisliga A ge
Auf und davon: Samba Kujabi und der TSV Ötlingen zählen erneut zum Favoritenkreis, wenn es um den Aufstieg in die Kreisliga A geht. Foto: Markus Brändli

Die Fußball-Kenner der Region sind sich einig: So eine starke Kreisliga B6 gab es noch nie. Insgesamt können sich sechs Mannschaften berechtigte Hoffnungen machen, am Ende der Saison einen der ersten beiden Tabellenplätze zu belegen.

Der TSV Ötlingen hat nur ein Ziel vor Augen und das ist der Aufstieg in die Kreisliga A. Seit über einem Jahr arbeitet die Rübholzelf mit einem aus Benedetto Savoca und Pasquale Spagnuolo bestehenden Trainerduo. „Wir verstehen uns prächtig und sind eine Einheit“, sagt Spagnuolo. „Wir wollen schon lange aufsteigen“, sagt der Ötlinger Trainer.

Der Schlierbacher Trainer Cesare D’Agostino geht in seine fünfte Saison beim TSV Schlierbach. Dabei hat der 44-Jährige nur ein Ziel: „Wir wollen aufsteigen.“ Die Chancen dafür stehen nicht schlecht, denn der Kader hat sich seit fast drei Jahren nicht verändert. Dennoch wird es für die Schlierbacher nicht einfach werden, wie auch der Schlierbacher Übungsleiter weiß: „Fast die Hälfte der Liga gehört für mich zum Favoritenkreis“, so D‘Agostino.

Obwohl die SGM Owen/Unterlenningen von vielen Kontrahenten als Aufstiegsmitfavorit gehandelt wird, stapelt Trainer Timo Reinhofer tief: „Wir wollen zwar vorne mitspielen, aber wenn wir am Ende zwischen Platz drei und fünf belegen, wäre dies auch in Ordnung.“ Die neue Spielgemeinschaft will auf lange Sicht etwas aufbauen. „Wir müssen uns erst noch richtig einspielen. Für uns zählt erst die nächste Saison“, sagt der SGM-Coach. Dennoch hat der Kader genug Potenzial und Qualität, um am Ende der Saison aufzusteigen.

„Vor ein paar Jahren hätte ich gesagt, mit diesem Kader steigen wir auf, aber die Liga ist stärker geworden, das wird nicht einfach, am Ende ganz oben zu stehen“, sagt Catania-Spielertrainer Cosimo Attorre, der von der stärksten Kreisliga B aller Zeiten spricht. Für den 37-Jährigen wird viel davon anhängen, ob und wie sehr man von Verletzungen verschont bleibt: „In einer B-Liga-Mannschaft wird es oft schwierig, wenn man auf zwei, drei Leistungsträger verzichten muss.“ Der AC Catania besitzt mit Sascha Foschi, Daniele Attorre, Carmelo Trumino und Alexandros Koroutzidis einen Paradesturm. „Jeder Bezirksligist wäre froh darüber, solche Stürmer in ihren Reihen zu haben“, weiß der Catania-Coach die Qualität seiner Stürmer zu schätzen.

Gespannt dürfen die Fußball-Fans auf den neu gegründeten FC Kirchheim sein. Die Mannschaft besteht aus erfahrenen Spielern, aber auch einigen Talenten. FC-Abteilungsleiter Deni Kalfic will auf jeden Fall mit seiner Mannschaft vorne mit dabei sein. Der Start wird etwas holprig werden, weil in den ersten beiden Spielen fast der halbe Kader urlaubsbedingt nicht zur Verfügung steht. „Wir können erst ab unserem dritten Spiel richtig Gas geben, davor müssen wir auf die Zähne beißen“, sagt Kalfic.

Ganz oben mitspielen will auch der VfL Kirchheim II, der mit dem jüngsten Kader der Liga (Altersdurchschnitt 18,9 Jahre) antritt. Sergen Coskun ist ein ehrgeiziger Trainer und will das Maximale aus seiner Mannschaft herausholen. Als großen Vorteil empfindet der VfL-Coach, dass vonseiten der Vereinsverantwortlichen keinerlei Druck gemacht wird: „Meine Spieler wissen, dass sie auch Fehler machen dürfen“, so Coskun.

In den vergangenen beiden Jahren zählte die SGM Ohmden/Holzmaden immer zu den Aufstiegsmitfavoriten. In dieser Saison sieht dies etwas anders aus. „Wir haben in der Offensive fünf gute Spieler verloren, deshalb können wir froh sein, wenn wir einen Platz im vorderen Mittelfeld erreichen“, sieht SGOH-Coach Viktor Oster der kommenden Runde realistisch entgegen.

„Wir wollen die guten Mannschaften ärgern“, sagt Oberlenningens Spielertrainer Hamit Geckin. Aufgrund der starken Kontrahenten wird es für sein Team schwierig werden, unter die bes- ten sechs Mannschaften zu kommen.

Mit Marcel Hartmann hat die zweite Neidlinger Mannschaft einen guten Spieler an die Erste Mannschaft abgegeben. Dennoch geht der Neidlinger Spielertrainer Marcel Hitzer zuversichtlich in die neue Saison: „Um die ersten beiden Tabellenplätze werden wir sicherlich nicht mitspielen, aber unter die Top Fünf will ich schon kommen.“

Der Jesinger Trainer Andreas Zechner kann noch nicht richtig einschätzen, wo seine Mannschaft am Ende landen wird: „Meine Jungs müssen noch lernen. Erst in zwei, drei Jahren können wir dann von einer guten Platzierung sprechen.“

In den vergangenen Jahren wollte der Dettinger Trainer Marc Kretzschmar mit den SFD II immer die beste Zweite Mannschaft der Liga werden, aber in dieser Runde rechnet sich der Dettinger Coach nicht viel aus: „Wenn wir Achter werden, wäre dies ein großer Erfolg.“

Vor einer ganz schweren Saison steht der SV Nabern II. In den vergangenen sechs Jahren reichte es für die Elf von Trainer Björn Renz nie zu einem einstelligen Tabellenplatz. In dieser Runde wird es nicht einfacher, aber der SVN-Coach geht trotz allem optimistisch in die neue Saison: „Wenn alles optimal läuft, ist ein einstelliger Tabellenplatz nicht unrealistisch.“

Komplettiert wird die Liga mit drei Mannschaften (SG Reudern/Oberensingen III, TSV Wolfschlugen III, SGM VfB Neuffen II/TSV Kohlberg II) aus dem Nürtinger Raum.

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