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Die Verwaltung will den Status quo vorerst einfrieren

Wirtschaft Lenninger Gemeinderat vertagt Entscheidung zum Areal der ehemaligen Papierfabrik Scheufelen.

Die Zukunft der einstigen Papierfabrik Scheufelen ist unklar. Die Gemeinde will festlegen, wer sich ansiedeln darf. Foto: Jean-L
Die Zukunft der einstigen Papierfabrik Scheufelen ist unklar. Die Gemeinde will festlegen, wer sich ansiedeln darf. Foto: Jean-Luc Jacques

Lenningen. Was passiert auf dem Gelände der Papierfabrik Scheufelen? Das Land Baden-Württemberg streckt wegen des Technikums Laubholz wieder die Fühler nach der Industriebrache aus. Doch nicht nur das: Im Frühjahr hatte der Lenninger Gemeinderat sich zu einem Bebauungsplan bekannt, um den Rahmen für unterschiedliche Ansiedlungen abzustecken und das Gebiet auf fast 24 Hektar erweitert. Jetzt drängt die Verwaltung darauf, für das Areal eine Veränderungssperre zu erlassen. Unter „TOP 4“ sollte der Vorschlag diese Woche im Ratsrund diskutiert werden. Auf Antrag von Falk Kazmaier, der sich mit seinen Ratskollegen abgestimmt hatte, wurde der Punkt mit einer Gegenstimme jedoch von der Tagesordnung abgesetzt. „Wir haben keine ausreichenden Informationen“, so argumentierte der Gemeinderat. Weitere Stellungnahmen gaben die Räte vorerst nicht ab.

Spedition klopft an

Etwas Licht ins Dunkel brachte Bürgermeister Michael Schlecht tags drauf auf Nachfrage: „Wir wollen die Entwicklung des Areals nicht durch Vorhaben Dritter gefährden.“ Wichtig sind dem Rathauschef städtebauliche Ziele. In der Debatte wollte er dem Gemeinderat seine Ansicht und die Gründe für die Veränderungssperre erläutern. Ausgegangen war er davon, dass das Ratsgremium ebenfalls hinter diesem Vorgehen steht. Auch dem Gemeinderat sei bekannt, dass sich ein Küchen-Logistik-Unternehmen für eine Grundstücksfläche interessiere. Der Antrag der Firma auf Erteilung eines Bauvorbescheids werde in der nächsten Sitzung behandelt. Grundsätzlich müsse deshalb die Frage geklärt werden, ob ein Teil des Geländes durch eine Spedition genutzt werden kann oder nicht. Anke Kirsammer

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