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„Die Zukunft ist ökologisch und digital“

Kirchheim. Im Rahmen der Jahreshauptversammlung des Ortsverbandes Bündnis 90/Die Grünen stellten sich die gewählten Mandatsträger den Fragen der Mitglieder. Die Mitgliederzahlen im Ortsverband Kirchheim entwickeln sich stetig nach oben. Andreas Schwarz, Landtagsabgeordneter und Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen berichtete vom Doppelhaushalt und erklärte, was ihn bewegt: „Es herrscht relative Vollbeschäftigung in Kirchheim und wir leben in einer sehr sicheren Region. Trotz dieser Sicherheit machen sich Sorgen und Nöte in der Bevölkerung breit, da ein Wandel in vielen Teilen von Wirtschaft und Gesellschaft unmittelbar bevorsteht und sich immer stärker ankündigt. Die Digitale Revolution verändert die Art, wie wir leben, arbeiten und produzieren. Der Konkurrenzkampf auf den Weltmärkten wird immer härter. Die Klimakrise bedroht unsere Lebensgrundlagen in einer Geschwindigkeit, die selbst Pessimisten so nicht vorausgesehen haben. Diese Veränderungen müssen durch eine entschlossene Ordnungspolitik und klare Regeln gesteuert werden. Dazu gehört Mut, der in den beschlossenen Maßnahmen beim Bund in Punkto Mobilität und Klimaschutz nicht zu erkennen ist.“

Birgit Sienz vom Ortsvorstand Kirchheim ergänzte: „Wir setzen auf einen offenen Dialog und eine sachbezogene Zusammenarbeit im Sinne einer positiven Entwicklung der Stadt hin zu einer zukunftsfähigen Grundlage für Klimaschutz und Nachhaltigkeit, für bessere Bildung und Innovation, für sozialen und gesellschaftlichen Zusammenhalt.“

Der Staatshaushalt von Baden-Württemberg wurde laut Andreas Schwarz entlang dieser Prioritäten ausgerichtet. Wirtschaftlicher Erfolg und Klimaschutz gehörten in Zukunft zusammen. Aber der Erfolg hänge auch davon ab, inwieweit Region, Kreis und Kommunen, die Fördermöglichkeiten ausschöpften. Deshalb sei die engmaschige Zusammenarbeit von großer Bedeutung.

Günter Gerstenberger, Mitglied des Vorstandes vom Ortsverband Kirchheim und Kreistagsabgeordneter, machte deutlich: „Ein Beispiel für die Förderung wegweisender Zukunftstechnologien ist die Gründung des Technikums Laubholz in Lenningen. Das ist Bio­ökonomie auf dem besten Weg zu einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft. „

Ein weiteres Diskussionsthema war die Transformation der Automobilindustrie, von der die wirtschaftliche Weiterentwicklung in der Region maßgeblich abhängt. Auch hier gilt es, den Umbau klug zu begleiten, neue Wirtschaftsfelder rechtzeitig zu entwickeln und die Umbaumaßnahmen sozialverträglich abzufedern. Hierzu stehen sowohl die Landesregierung mit der Automobilindustrie als auch die Kommunalpolitik mit den Zulieferern in stetigem und konstruktivem Austausch. Trotzdem kann die Politik zwar Weichen stellen, hat auf die Marktwirtschaft und die einzelnen Unternehmen aber nur begrenzten Einfluss. Astrid Linnemann vom Ortsvorstand Kirchheim gab den Mitgliedern auf den Weg: „Auf Baden-Württemberg und unsere Kommunen kommen Mammutaufgaben zu, die nur gemeinsam gemeistert werden können.“pm

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