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Drei Fragen an ISTE-Chef Thomas Beißwenger

ISTE-Geschäftsführer Thomas Beisswenger. Foto: pr

1.Welche Vorteile bieten heimische Natursteine?

Südwestdeutschland bietet eine reiche Auswahl an qualitativ hochwertigen Natursteinen. Seit Jahren wächst das Bewusstsein für heimische Lebensmittel - warum sollte das nicht auch Maßgabe beim heimischen Naturstein sein? Wer bei Bauprojekten auf Steine zurückgreift, die verbrauchsnah gewonnen werden, hilft, CO2 zu sparen und betreibt damit Klimaschutz. Außerdem werden bei lokal und regional erzeugten Rohstoffen die europaweiten Arbeits-, Sicherheits-, Umwelt- und Qualitätsstandards eingehalten.

2.Welche Probleme können auftreten, wenn es bei Importgestein zu Reklamationen kommt?

Steine, deren Ursprung außerhalb Europas liegt, werden mit dem Schiff transportiert. Es kommt vor, dass bei der Verladung beispielsweise Kanten abgeschlagen werden. Bis Ersatz geliefert wird, können Monate ins Land ziehen. In dieser Zeit steht der Abbau im Steinbruch nicht still. Das hat zur Folge, dass das Ersatzgestein in Farbe und Struktur nicht unbedingt der ersten Lieferung entspricht. Wer in heimischen Abbaustätten einkauft, hat einen Ansprechpartner, der leicht erreichbar ist.

3.Hat das heimische Material für jeden etwas zu bieten?

Das Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau hat unter dem Titel „Naturwerksteine in Baden-Württemberg“ ein 800 Seiten starkes und 3,5 Kilo schweres Buch herausgebracht, das eine riesige Auswahl bietet: graue und rote Granite, Porphyre, Gneise, Travertine, fossilreiche und marmorartig texturierte Kalksteine in grauen bis beigen oder rötlichen Farbtönen und ein farbenreiches Spektrum an Buntsandsteinen. Wer seinen Garten individuell gestalten will, muss nicht auf Importware zurückgreifen.dh

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