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Drei Fragen an Janine Wilhelm

1.Warum haben Sie das Programm „Laufmamalauf“ in der Teckregion gestartet?

Unsere Region mit ihren herrlichen Grünflächen ist geradezu prädestiniert für Outdoor-Sport. Insbesondere in ländlicheren Regionen gibt es für Mütter sehr wenig bis gar kein entsprechendes Angebot. Ich habe festgestellt, dass es einen Blumenstrauß an Aktivitäten fürs Baby beziehungsweise Kind gibt wie Pekip, Babyschwimmen oder Babymassage, aber praktisch nichts für Mütter. Sie bleiben oft auf der Strecke. Aber: Wenn es dem Familienoberhaupt gut geht, überträgt sich das auf die gesamte Familie.

2.Wie hebt sich Ihr Programm von anderen Gymnastik- und Laufangeboten ab?

Es gibt bislang hier in der Umgebung kein Sportangebot, das speziell auf Mütter zugeschnitten ist und das an der frischen Luft stattfindet. Ein Babysitter ist in den meisten unserer Kursformate nicht nötig, denn wir beziehen das Baby mit in das Fitness-Programm ein. Die Mamas kommen ins Schwitzen und haben ihren kleinen, wundervollen Work-out-Partner direkt dabei. Nicht zu vergessen ist der gemeinsame Ausklang nach dem Sport, zum Beispiel bei einer Tasse Cappuccino. Denn durch die Geburt eines Kindes verändert sich das ganze Leben: Man hat eine neue Rolle, einen neuen Alltag, neue Herausforderungen und viele Fragen. Daher ist der Austausch unter den Frauen sehr wichtig. Wir Trainerinnen sind selbst Mütter und wissen genau, wovon wir sprechen. Wir bieten ein ausgewogenes Programm, durch das Ausdauer, Kraft, Koordination und Beweglichkeit gesteigert werden. Die Betreuung der „Laufmamas“ ist sehr individuell.

3.Man sieht ­immer mehr Mütter-Grüppchen beim Walken oder bei Gymnastik. Was bewegt Mütter dazu?

Das Sport- und Gesundheitsbewusstsein hat sich stark verändert in den vergangenen Jahren. Die Frauen möchten schneller wieder zurück zu „ihrem“ Körper und wünschen sich, auch schneller wieder in den Beruf einzusteigen. Enorm wichtig ist es den Müttern, unter Gleichgesinnten zu sein. Sie wollen sich austauschen und bilden eine starke Community. Jede Mutter - vor allem mit Kleinkindern - ist mindestens einmal am Tag draußen in der Natur. Was gibt es besseres für sich und sein Kind?hei

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