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Dritter Anlauf auf den ersten Sieg

Handball Neu-Trainer Simon Hablizel peilt mit den Nürtinger Frauen heute gegen Nord Harrislee einen Erfolg an.

Nürtingen. Klare Worte vor dem dritten Spiel im neuen Jahr, dem dritten Spiel unter dem ­neuen Trainer. Viel drum herumreden gibt’s nicht mit Simon Hab­lizel, das wird vor dem Heimspiel heute Abend ab 19.30 Uhr in der Theo­dor-Eisenlohr-Halle gegen den TSV Nord Harrislee schnell klar. „Es wird Zeit, dass wir mal punkten“, sagt Hablizel.

Die ersten zwei Spiele unter seiner Regie hat die TG Nürtingen verloren - jahres- und trainerübergreifend sind es jetzt schon vier Niederlagen in Serie. Die Stimmung in der Mannschaft sei zwar nach wie vor sehr gut. „Aber wir werden an Erfolgen gemessen“, weiß Hablizel. „Ein Sieg wäre schön - für die Mannschaft, aber auch für mich. Ich hätte gern, dass wir punkten, dass es auch von außen ruhiger wird.“

Wenn es überhaupt legitim ist, nach nur zwei Spielen so etwas wie ein Zwischenfazit zu ziehen, dann lässt sich speziell mit Blick auf die 21:29-Pleite am vergangenen Freitag bei den Waiblinger ­Tigers zweierlei feststellen: Unter Simon Hablizel weht durchaus ein frischer Wind auf dem Feld, der neue Trainer scheint einige neue Ideen und neue taktische Finessen im Gepäck zu haben - Neuheiten, die ihre Zeit brauchen, bis sie von einer Mannschaft verinnerlicht sind.

Pandza und Quist fraglich

Was im schwäbischen Derby der zweiten Liga aber ebenfalls deutlich wurde: Ohne die beiden Metzinger Rückraumspielerinnen Katarina Pandza und Laeticia Quist im Kader muss Hablizel schon ganz ganz tief in die Zauberkiste greifen, um an die Erfolge der Hinrunde anknüpfen und stark besetzten Mannschaften wie Waiblingen über 60 Spielminuten hinweg Paroli bieten zu können. Erstligist Tus Metzingen spielt heute zeitgleich bei Union Halle-Neustadt. Einiges deutet also darauf hin, dass die torgefährlichsten Spielerinnen der Hinrunde wieder nicht bei der TG, sondern bei den „Tussies“ eine Spielklasse höher auflaufen werden.

Dass die Turngemeinde gegen den morgigen Gegner fit in den Beinen und fit im Kopf sein muss, das zeigen schon die jüngsten Ergebnisse, die die Gäste vorweisen können. Harrislee kann doch noch doppelt punkten, das zeigte sich nach neun sieglosen Spielen in den ersten neun Saisonbegegnungen aus TG-Sicht ausgerechnet bei den beiden zurückliegenden Erfolgen gegen Schlusslicht Rödertal und auswärts beim Abstiegskampf-Konkurrenten SG Kirchhof.

Stress wird die TG morgen also auf jeden Fall haben. Gut, wenn es da einen Mann der klaren Worte gibt. Personalsorgen hin oder her. „Ich will nicht jammern“, sagt ­Simon Hablizel. „Die, die da sind, müssen es richten.“als

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