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Eigenes Verhalten hinterfragen

Zum Artikel „Erwachsene am Pranger“ vom 13. März

Na endlich, ist man geneigt zu sagen, wenn Igor Steinle in seinem Bericht von den jugendlichen Klimaschützern auch mal die ersten unbequemen Wahrheiten rauslässt. Laut einer aktuellen Umfrage ist das Einkaufsverhalten der jüngeren Generation weniger umweltbewusst als das derer, die man auf den Demos gerne verantwortlich macht. Auch ein hübscher Fakt ist, dass die deutsche Galionsfigur der selbst ernannten Klimaretter, Luisa Neubauer, selbst ganz gerne per Fernreise CO2 in die Atmosphäre bläst und auf Nachfrage nach Eigenverantwortung lieber Gesetze beziehungsweise Verbote für andere fordert.

Für mich sind diese Demonstrationen nichts weiter als Folklore. Würde jeder zuerst sein eigenes Verhalten hinterfragen, wäre der Umwelt mehr geholfen. Vielleicht könnte man am Rande der Demos mal einen übervoll gefüllten Eimer mit Eiswürfeln bereitstellen. So könnte jeder dieser Schüler, die offensichtlich noch viel zu lernen haben, sehen, dass beim Schmelzen des Eises dieses sich nicht ausdehnt und somit auch nichts überschwemmen könnte. Hilfreich wäre auch eine Tafel, auf der steht, dass CO2 lediglich einen Anteil von 0,038 Prozent in der Atmosphäre hat und der menschliche Anteil daran wiederum nur drei Prozent ist. Oder dass Gartenschulen sogar CO2 in Gewächshäuser einleiten, um das Wachstum der Pflanzen zu steigern. Könnte aber auch sein, dass die Schüler das gar nicht interessiert, weil sie schon alles wissen oder weil so viele Wissenschaftler auch ihrer Meinung sind.

Stefan Kromer, Kirchheim

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