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Ein Buch wie ein „kleines Pfingstwunder“

Philippa Rath. Foto: pr
Philippa Rath. Foto: pr

Kreis. Die erste Auflage war in drei Tagen verkauft, dann gab es in nur vier Monaten fünf Auflagen: Mit ihrem Buch „Weil Gott es so will“ hat die Benediktinerin Philippa Rath ein Tabu gebrochen. Bei einer digitalen Lesung des Dekantas Esslingen-Nürtingen erzählte sie die spannenden Hintergründe des Buches, es folgte eine Podiumsdiskussion mit Weihbischof Matthäus Karrer über Frauen in Weiheämtern. Die Aufzeichnung steht nun online und ist über die Homepage des katholischen Dekanats abrufbar.

Als sie mit dem Thema begann, startete sie eine Anfrage und bekam 150 Antworten von Frauen. Doch was sollte sie tun mit diesen 150 Texten? Ihr Kontaktmann beim Herder-Verlag wusste sofort, dass aus ihnen ein Buch wird. „Dieses Buch ist ein kleines Pfingstwunder“, sagt Philippa Rath.

So entstand die Sammlung von Zeugnissen, die eine unglaubliche Verschwendung von Gaben und Charismen dokumentieren. Die Katholikinnen zwischen 20 und über 90 Jahren kommen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum, sie sind fast alle haupt- und ehrenamtlich in der Kirche engagiert. Sie alle sahen sich von Gott zur Diakonin oder Priesterin berufen, doch sie konnten diese Berufung nicht leben, nur weil sie Frauen waren.

Das Interesse am Thema ist groß. „Endlich hat mal jemand das Tabu gebrochen“ - das hört sie oft. Gemeint ist das Tabu, über die göttliche Berufung von Frauen zu sprechen, weil einfach nicht sein kann, was angeblich nicht sein darf. Sie bekam auch von Männern so viel Zustimmung, dass nun ein zweites Buch folgt. Von 120 angefragten Kirchenmännern bekam sie 110 Zusagen. Sie alle schreiben nun zum Thema: „Was fehlt der Kirche, wenn sie keine geweihten Frauen haben?“pm

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