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Ein großes Industriegebiet

Zur Berichterstattung über den Dettinger Hungerberg

Hier sind einige Gedanken eines Außenstehenden. Eigentlich ist die ausgewiesene Fläche viel zu klein, die sollte viel, viel größer sein. Aber dafür sollten die ausgewiesenen Industrieflächen im Flächennutzungsplan der benachbarten Gemeinden gestrichen werden. Wir hätten dann ein großes Industriegebiet direkt an der Autobahn, der Lieferverkehr in viele umliegenden Gemeinden würde geringer, die Straßen vielleicht weniger verstopft. Man könnte einen vernünftigen ÖPNV in ein großes Gebiet organisieren, sinnvoller als in 15 kleine, weit auseinanderliegende Industriegebiete. Man könnte in einem großen Gebiet vielleicht auch eine sinnvolle Kinderbetreuung organisieren, und, und . . .

Weniger Verkehr bedeutet weniger Lärm, weniger Abgase, also aktiven Umweltschutz. Da aber die vereinnahmte Gewerbesteuer für die Kommunen ein wichtiges Finanzierungselement ist, müsste hier eine Lösung zur Verteilung gefunden werden, was durchaus denkbar ist.

Was allerdings nicht denkbar ist, ist, dass es eine gute, große Lösung geben wird. Bis im Land der ausufernden, unübersichtlichen Bürokratie, der Alles-Schützer, der unzähligen Bedenkenträger, der individuellen Einzelkläger (auch gute) Lösungen realisiert werden könnten, hat sich die ursprüngliche Aufgabenstellung längst erledigt. Weil ein geplantes Produkt dann vielleicht im Ausland gefertigt wird, mit geringeren Umweltstandards und langem Lkw- oder Schiff-Transport. Aber wir sind dann die Saubermänner, können mit Fingern auf andere Umweltverschmutzer zeigen und wundern uns nur, warum so viele Lkw auf der Straße sind.

Kurt Hiller, Lenningen

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