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„Ein paar Knoten haben sich gelöst“

Mountainbike Mit Platz acht in Caneva schafft Manuel Fumic eine gelungene Generalprobe für den Weltcup in Albstadt.

Caneva. Ein letzter Formtest vor dem Weltcup in Albstadt in eineinhalb Wochen ist für den Kirchheimer Mountainbiker Manuel Fumic erfreulich verlaufen. Im norditalienischen Caneva belegte der 39-Jährige in seiner mutmaßlich letzten Saison den bemerkenswerten achten Platz, auch wenn das Rennen am Fuße der julischen Alpen rund 60 Kilometer nördlich von Venedig nicht ganz so gut besetzt war wie die beiden vorangegangenen Rennen in Nals und Haiming.

„Ein paar Knoten haben sich gelöst“, sagte Fumic nach dem Rennen, das teils über künstliche Holzhindernisse, über Sprünge, durch private Gärten und den Ortsteil Stevena führte: „Das gibt mir ein gutes Gefühl für den Weltcup.“

Gutes Team-Ergebnis

Da er in den vergangenen 15 Monaten kaum Punkte für die Weltrangliste gesammelt hatte, musste Fumic in den vergangenen Rennen ungewohnt weit hinten starten. Da im Starterfeld von Caneva aber einige Topfahrer fehlten, konnte der Kirchheimer immerhin vom 20. Platz aus ins Rennen gehen, diese Position in der Startrunde halten und sich anschließend kontinuierlich nach vorne arbeiten. Am Ende trennten Fumic gut zwei Minuten vom Tagessieger Filippo Colombo aus der Schweiz, seine internationalen Teamkollegen im Cannondale Factory Racing Team, die derzeit in Weilheim ihr Hauptquartier aufgeschlagen haben, belegten den dritten (Alan Hatherly, Südafrika) und vierten Platz (Simon Andreassen, Dänemark) Platz. Zweiter wurde Weltmeister Jordan Sarrou aus Frankreich. Fumics Teamkollege Henrique Avancini, der weiterhin die Weltrangliste anführt und ebenfalls in Weilheim trainiert, verzichtete auf einen Start in Italien.

Glück im (Corona-)Unglück

„Ein Startplatz weit vorne im Feld ist unheimlich wichtig, auch in Albstadt“, weiß Manuel Fumic. Würde dort nach der aktuellen Weltrangliste aufgestellt, wäre er weit, weit hinten zu finden: aktuell belegt der ehemalige U23-Weltmeister und vielfache Deutsche Meister dort nur den 111. Platz. Doch wegen der Corona-Pandemie hat der Weltradsportverband im vergangenen Jahr entschieden, für die Startaufstellung den Stand der Weltrangliste von vor einem Jahr heranzuziehen, ergänzt um die Ergebnisse der Weltcups im tschechischen Nove Mesto na Morave und der Weltmeisterschaft im österreichischen Leogang. Dort wird Fumic auf Platz 30 gelistet - und darf damit auch beim auf 40 Fahrer begrenzten Short Race in Albstadt starten, bei dem es nicht nur Weltcup- und Weltranglisten-Punkte zu verdienen gibt, sondern auch die Startplätze über die olympische Distanz am Sonntag vergeben werden. Armin Küstenbrück

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