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Ein Platz für alle Generationen

Nach längerer Pause plant die Stadt Kirchheim nun, auf dem Schafhof für Kinder und Jugendliche neue Spielmöglichkeiten zu schaffen. Dazu sollen drei bestehende Spielplätze zurückgebaut und ein großer Spielplatz geschaffen werden. Nun ist das sicherlich eine gute Idee, da die vielen kleinen Spielplätzchen kaum angenommen werden.

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Allerdings frage ich mich, wie es kommt, dass bisher ausschließlich Kinder und Jugendliche bei Projekten berücksichtigt werden. Angesichts des demografischen Wandels verwundert es nicht, dass bereits viele Städte und Gemeinden Seniorenvertretungen eingerichtet haben. Wie unser Beispiel zeigt, wäre dies in Kirchheim ebenso nötig wie zum Beispiel in Fellbach oder Waiblingen. Denn besonders in Siedlungen wie dem Schafhof tritt dieser Wandel deutlicher zutage als in gewachsenen Ortschaften. Eine Seniorenvertretung ist nicht nur dazu da, öffentliche Gelder für Ältere an sich zu ziehen, sondern die Gremien zu beraten und Vorschläge einzubringen. Denn was Ältere brauchen, kann man als junger Mensch nicht immer einschätzen.

Damit ältere Menschen in der Kommune nicht übersehen und übergangen werden, ist es nötig, dass sie sich im öffentlichen Raum äußern können und gehört werden. Sie haben einen reichen Erfahrungsschatz, der wertvoll ist für die Gesellschaft. Und sie haben ein Recht auf Partizipation in der Gemeinde, auch an öffentlichen Geldern, wie alle jüngeren Bürgerinnen und Bürger auch. Im Fall des aktuellen Spielplatzkonzepts schlage ich vor, den Spielplatz in einen Gemeinschaftsplatz für alle umzuwandeln.

Elisabeth Fahrner, Kirchheim