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Ein Rücktritt, der jeden überrascht hat

Den Rücktrittsbericht illustrierte der Teckbote vor zehn Jahren mit einem Bild des Ehepaar Köhler vom Vorabend der Präsidentenwa
Den Rücktrittsbericht illustrierte der Teckbote vor zehn Jahren mit einem Bild des Ehepaar Köhler vom Vorabend der Präsidentenwahl 2004 mit dem Kirchheimer Abgeordneten Michael Hennrich.

„Meine Äußerungen zu Auslandseinsätzen der Bundeswehr sind auf heftige Kritik gestoßen. Ich erkläre hiermit meinen Rücktritt vom Amt des Bundespräsidenten - mit sofortiger Wirkung“ - mit diesen Worten überraschte Horst Köhler vor genau zehn Jahren die Nation. Er hatte in einem Interview die Bundeswehreinsätze in Afghanistan unter anderem zur Wahrung wirtschaftlicher Interessen gerechtfertigt. Dafür wurde er sowohl seitens einiger Regierungs- als auch Oppositionspolitiker heftig kritisiert. Den Schritt des neunten Bundespräsidenten konnte dennoch kaum jemand nachvollziehen. In einer Umfrage am 1. Juni 2010 vom Teckboten zeigten sich die Kirchheimer schockiert. Viele waren traurig über die Nachricht. „Der Rücktritt trifft das Land in einer Zeit, in der man handlungsfähige politische Organe dringender denn je benötigt“, sagte Landrat Heinz Eininger dem Teckboten vor zehn Jahren. Nachfolger von Horst Köhler wurde Christian Wulff, damals Ministerpräsident von Niedersachsen. Auch seine Amtszeit endete im Februar 2012 schneller als erwartet, denn auch er trat von seinem Posten zurück. leba


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