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Ein Versuch der Ablenkung?

Zum Artikel „Trump wütet gegen FBI“ vom 5. Februar

Laut dem Bericht von Peter de Thier wütete der US-Präsident also gegen das FBI wegen eines Memo. Laut Herrn de Thier sagte Trump zwar lediglich, dass sich eine Menge Leute in den USA schämen sollten, aber vielleicht ist Herr de Thier ja empfindsamer als bisher gedacht. Womöglich ist seine plötzlich auftretende Empfindsamkeit auch mit der Ablenkung zu erklären, die er wieder mal betreibt. Er will dem Leser partout nicht verraten, welch hochbrisante Behauptungen das Memo enthält.

Es geht darum, dass das Clinton-Wahlkampfteam mit finanzieller und logistischer Unterstützung des FBI den ehemaligen britischen Geheimdienstagent Christopher Steele beauftragt haben soll, Beweise für eine Verbindung von Trump und Russland während des Wahlkampfes zu beschaffen. Das Steele-Papier soll zwar keinerlei gerichtsfeste Beweise enthalten, wurde aber offensichtlich vom FBI dazu benutzt, sich vom Geheimgericht FISC die Genehmigung zur Ausspähung des Trump-Wahlkampfteams zu besorgen. Eigentlich ein veritabler Stoff für einen handfesten Skandal, aber in Deutschland sollen wir wohl lieber erst mal den bösen Wolf jagen, bevor wir uns mit solchen Skandalen befassen und womöglich die Situation in den USA besser einordnen könnten.

Stefan Kromer, Kirchheim

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