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Ein violett-schillernder Schädling

Die gelbgrünen Raupen des Buchsbaumzünslers schaben als junge Larven an den Blättern und fressen dann die Blätter ab. Die in Gespinsten versteckten Larven verraten sich durch grüne Kotkrümel, die auf den Blättern unterhalb der Fraßstelle liegen. Von den Blättern bleiben bei starkem Fraß nur vertrocknete, sichelförmige Reste übrig. Auch die Rinde kann angefressen werden. Die Raupen bevorzugen es abzuwandern, wenn keine Blätter mehr vorhanden sind.

In Deutschland tritt der Buchsbaumzünsler in zwei Generationen pro Jahr auf. Die etwa vier Zentimeter großen Falter sind hellbraun-weiß gefärbt und schillern violett; es gibt aber auch rein braune Formen. Sie legen die Eier auf der Blattunterseite ab. Die Raupen werden etwa 4,5 Zentimeter lang. Die Verpuppung findet in einem mit Blättern versponnenen Kokon statt. Der Buchsbaumzünsler überlebt Temperaturen von bis zu minus zwölf Grad. Nach der Überwinterung beginnt der Fraß im März und April. Ende Mai erfolgt der Flug der ersten Generation. Ab Mitte Juni ist mit der Eiablage und Ende August mit der nächsten Verpuppung zu rechnen. hei


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