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Ein Wunsch für 2020

Ereignisse wie der Klimaprotest „Fridays for Future“, das Brexit-Chaos, aufregende Parteitage und Massenproteste in Hongkong prägten das Jahr 2019. „Wenn du Boris Johnson unterstützt, will ich mit dir nichts mehr zu tun haben!“, „Du hast gar keine Ahnung, wie schlimm die Folgen des Klimawandels sind!“, „Volksparteien leisten nichts mehr. Wie kannst du nur solche Parteien unterstützen?“. Viele Debatten enden in Streitereien, in welcher nur die eigene Meinung die richtige Lösung für alles ist. Andere Ansichten werden erst gar nicht angehört, geschweige denn in Erwägung gezogen.

Selbstverständlich sind vergangenes Jahr sowohl positive als auch negative Ereignisse vorgefallen. Und selbstverständlich ist es ein gutes Recht, sich über diese zu beklagen. Ich wünsche mir lediglich, dass auch einmal darüber gesprochen wird, welche Probleme die Regierung, das Land und die gesamte Welt im Jahr 2019 mit gutem Ansatz anpackte, welche großartigen Gesetze die Regierung verabschiedete und auch wie wir in den nächsten Jahren am besten vorgehen sollen.

Mir gefallen kontroverse Debatten über den Klimaschutz, den Fortschritt der Digitalisierung und die Ideen zur Bekämpfung des Terrors. Dabei ist es aber wichtig, den anderen zuzuhören und die Argumente auch aufzunehmen. Zu oft arten Debatten wegen anderen Meinungen in Wortgefechte aus, die die andere Person nur erniedrigen soll. Vielleicht ist es ja möglich, dieses Jahr den erbitterten Krieg zwischen Links und Rechts durch gute und sachliche Gegenargumente zu lindern. Vielleicht ist es ja möglich, dieses Jahr auch einmal darüber zu reden, wie gut es uns eigentlich in dieser schweren Zeit mit vielen Problemen geht. Vielleicht ist es ja möglich, dieses Jahr gemeinsam die bevorstehenden Probleme anzupacken und einen vernünftigen Kompromiss für die breiten politischen Meinungen zu finden.

Emil Hennrich, Kirchheim

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